Stolz auf Papa - MVP des Tages Artur Augustyn

Gut gespielt, gut gekämpft und doch verloren. Der amtierende Vizemeister Generali Haching war in der Jahrhunderthalle für die Piraten noch zu stark. Verdient entführten die Bayern beide Punkte aus Spergau. Doch ebenso verdient gelang es den Hausherren beim 1:3 (19:25, 25:21, 18:25, 17:25), einen Satz zu gewinnen. Der einst riesige Abstand zu den Topteams der Liga hat sich merklich verringert - ein Trend, der für die laufende Saison optimistisch stimmt.

Maßgeblich für den Teilerfolg der Piraten war zweifelsfrei eine deutlich verbesserte Blockarbeit. Allen voran Artur Augustyn - einer der Rückkehrer und „emotionaler Führer des Teams“, wie er vom durchaus zufriedenen Chefcoach Matze Münz gern bezeichnet wird. Verdient erhielt Artur dafür bereits zum zweiten Mal in dieser Saison die Auszeichnung zum wertvollsten Spieler der Spergauer. Nicht ganz ohne Stolz präsentierte der 1,98m große Mittelblocker die Medaille seinem Sohn Alex, der nach Arturs eigenen Aussagen „eine der größten Motivatoren und Stützen in den schweren vergangenen zwei Jahren“ war. Doch der gesamten Mannschaft gebührt an diesem Abend über weite Phasen des Spiels ein großes Lob.

Von Beginn an sah man sich einem immens harten und außergewöhnlich konstanten Aufschlagsfeuerwerk der Hachinger ausgesetzt, was letztlich auch der Schlüssel zum Erfolg der Gäste war. Immer wenn die Bajowaren Snippe, Hirsch oder Shafranovich die blaugelbe Kugel mit über 100 km/h in Richtung der Piratencrew abfeuerten, war höchste Alarmstufe im Annahmeriegel angesagt und sechs Mal schlug sie dann auch direkt in der Piratenhälfte ein. Doch wenn es gelang, den Ball ausreichend präzise in die Händen des Zuspielduos Binder/Völker zu schaufeln, dann fanden die Piraten die notwendigen Lücken in der Hachinger Mauer. Mehr noch – sobald das Konzentrationslevel, insbesondere jenes im Aufschlagsspiel der Gäste, auch nur im Geringsten nachließ, konnten die Gastgeber ihr Kombinationsspiel entfalten. Beispielgebend dafür war der gesamte zweite Satz. Hier spielten die Piraten lange Zeit auf Augenhöhe, gewannen unter dem Jubel der knapp 900 Zuschauer vor allem die langen Ballwechsel durch großen kämpferischen Einsatz und sicherten sich letztlich verdient den Durchgang mir 25:21 zum zwischenzeitlichen Satzausgleich.

In den abschließenden beiden Sätzen zogen dann die Gäste das Tempo wieder etwas an und erreichten zum Leidwesen der Piraten wieder das von Hachings Trainer Paduretu geforderte hohe Konzentrationsniveau. Das Ergebnis ist bekannt, doch der Trend der Leistungskurve der Piratencrew weist ganz klar nach oben. Am kommenden Samstag geht es zum Serienmeister nach Friedrichshafen - eine gute Gelegenheit, diesen Trend zu bestätigen.