Das war 2013:

 Ganz unzufrieden war die Erstligareserve von Trainer Daniel Lang nicht, als sie sich in die verdienten Feiertage verabschiedeten. Trotz einer fahrigen Leistung gegen Ligamitfavorit Cottbus zum letzten Spieltag in 2013 mit einem unglücklichen 0:3 für die Piraten "überwinterten" die Spieler um Kapitän Christian Laux auf dem vierten Platz in der Regionalliga Nordost.

Gerechnet hätte man zu Beginn der Saison damit sicher nicht. Das Personalkarussell drehte sich noch gewaltig, als die Ersatzpiraten Anfang der Saison ausgerechnet gegen so ziemlich alle Ligafavoriten auswärts antreten mussten. Prenzlauer Berg, Magdeburg und Cottbus hießen die Schwergewichte der Liga, nichts zu holen gab es hier für das neu zusammen gestellte Team. Es gelang erst über die Spielzeit einen routinierten Kader zu schmieden, ohne Saisonvorbereitung war es zuvor schwer den Anschluß zu finden. Die ersten Spiele absolvierten die Piraten meist nur in Notbesetzung. Während die Gastgeber meist zwei Bänke aufstellen mussten um alle Spieler unterzubringen, herrschte bei den Piraten meist gähnende Leere auf der Bank. Erst zum ersten Heimspiel gegen Wittenberg stabilisierte sich die Personalsituation und der erste Erfolg konnte gefeiert werden, trotzdem war man nach wie vor im Tabellenkeller in akuter Abstiegsgefahr. Die folgende Partie gegen Aufsteiger Spandau verlor man dann auch noch mal recht deutlich, doch dann startete eine berauschende und fast unheimliche Aufholjagd. Spremberg, Olympia, Südwest, Potsdam und Schöneiche hießen die Gegner - mit insgesamt fünf Siegen in Folge beendeten die Piraten die Hinrunde Anfang Dezember 2013 auf dem vierten Platz mit sechs Siegen aus zehn Spielen. Vergessen waren die desolaten Startschwierigkeiten.
Der vorläufige Höhepunkt markierte die erste Partie der Rückrunde - voll in Fahrt und motiviert vom guten Lauf siegten die Piraten gegen den amtierenden Regionalmeister Prenzlauer Berg. Der Lauf wurde dann schließlich durch eine mäßige Leistung gegen Cottbus gestoppt.
Insgesamt aber eine bis dato erfolgreiche Saison, das Team hat sich gefunden und hat einen effektiven "Stiefel" zum spielen gefunden.

Ein kurzer Überblick zur Mannschaft für die Saison 2013/14:

Dreh und Angelpunkt sind die beiden Zuspieler Johannes Jany und Kapitän Christian Laux, beide sind schon länger im Team und teilen sich in die Schlüsselposition hinein. Auf den Außenpositionen sind Ersatzkapitän Sebastian Krüger und Routinier Ricardo Nitzschke seit ein paar Spielzeiten etatmäßig gesetzt. Verstärkt wird die Position seit letzter Saison durch Daniel Wieland, der als Stimmungskanone und Joker für einige Überraschungen sorgte. Auf der heiklen Mittelblockposition stehen mit Marcus Schmidt - seit 2012 im Team - und Jonas Liebing mehr oder weniger noch zwei Neulinge im Kader. So hat der Sportstudent Marcus Schmidt zwar schon die letzte Saison bei den Pirates gespielt, die Mittelposition war aber für ihn trotzdem Neuland. Für Jonas Liebing ist es die erste Saison im Team, war zuvor aber schon vier Spielzeiten Mittelblocker bei den USV Halle Volleys. Die Mittelblockposition ist somit derzeit unterbesetzt. Abhilfe wird hier durch Hannes Mück geschaffen, der als Universal auf allen Angriffspositionen einsetzbar ist. Derzeit liegt der Fokus auf der Mittel- und Außenposition, Erfahrungen sammelte er hier in den letzten Jahren im Team. Hannes Mück trainiert gelegentlich im Erstligakader mit und absolvierte hier auch die komplette Saisonvorbereitung. Die Diagonalposition wird von Chris Warsawski und Toni Ziegler besetzt. Chris Warswaski ist bei den Pirates seit dieser Spielzeit im Nachwuchskader für die Erstligamannschaft gesetzt und trainiert im Team von Ulf Quell voll mit. Mit einem Einsatz in der ersten Liga ist jederzeit zu rechnen, dennoch ist er zur Zeit vor allem als Leistungsträger für das Regionalligateam abgestellt. Toni Ziegler absolvierte zu Beginn der Saison einige Spiele, bevor er verletzungsbedingt eine Auszeit nehmen musste, mittlerweile ist die Rückkehr ins Team geplant. Eine große Überraschung sorgte Jan Hochmuth, der nach mehrjähriger Pause zurückkehrte und das Team auf der Liberoposition unterstützt. Zusammen mit Haroldas Cyvas und Daniel Lang spielte der 33-jährige hochklassig in den Anfangstagen des Clubs vor vielen Jahren.
Cyvas und Lang teilen sich mittlerweile die Trainerfunktion, beide stehen nur noch bedingt zum spielerischen Einsatz bereit.

Was erwartet uns in 2014:

Am 11. Januar startet das Team gleich mit dem nächsten Brocken ins neue Jahr. Magdeburg avancierte durch eine routinierte Spielweise zum Ligafavoriten und führt die Liga derzeit verdient an. Aus diesem Grund kann das Team als Underdog ins Rennen gehen und möchte sich - entgegen der Hinrunde - nicht unter Wert verkaufen. Ohne vernünftige Vorbereitung über die Feiertage ist dies sicherlich ein ambitioniertes Ziel, dementsprechend kann man relativ entspannt in die Partie gehen. Der USC ist mit seinen Aufstiegsambitionen gefordert, sie brauchen die 3 Punkte und stehen somit ungleich mehr unter Druck.
Klar ist aber auch, die wichtigen Spiele kommen danach. In Wittenberg und Spremberg kann man nochmal in voller Besetzung auflaufen, bevor im Februar und März das Team Arbeits- und Urlaubsbedingt zu einer Rumpftruppe zusammenschrumpft. Bis dahin möchte man den Klassenerhalt gesichert haben, denn trotz der luxoriösen Tabellenkonstellation und 20 Punkten ist der Abstieg rechnerisch noch mehr als möglich. Derzeit ist mit neun Punkten Abstand zum Abstiegsplatz weniger Platz als zum Aufstiegsplatz (10 Punkte) und es müssen noch insgesamt acht Spiele absolviert werden. Erschwert wird dies auch durch die Unberechenbarkeit der Liga durch die starke spielerische Homogenität unter den Teams! Trotz aller Widrigkeiten peilen die Erstligareservisten einen Platz in der oberen Hälfte der Liga an.

"Jeder kann jeden schlagen" - Daran müssen die Piraten denken und sollte Motivation und Warnung zugleich sein, das gilt auch für die kommende Partie gegen die Lokalrivalen aus Magdeburg. Am 11. Januar um 18:00 Uhr ist Anpfiff in der Jahrhunderthalle in Spergau.
Zuvor ist aber unser Damenteam um Bine Krems und Antje Lehmann mit zwei Partien gegen Wolfen und Halle zu sehen. Unsere Erstligavolleyballer gastieren das Wochenende in Rottenburg und sind erst wieder am 18. Januar zu Hause gegen Dresden zu sehen.

Das Team wünscht ein gesundes neues Jahr!

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