CVM II – SG Rotation Prenzlauer Berg 3:1 (18, -25, 17, 22)

Als ein klarer Ligamitfavorit reiste das Berliner Team um Spielmacher und Zuspieler Gabriel Ojeda-Dapiaggi in kompletter Formation an und präsentierte ich auch schon zum Einspielen mit breiter Brust. Die Gäste hatten anscheinend noch die Einstiegspartie der Piraten im Hinterkopf. Mit 3:0 siegte der amtierende Regionalmeister in der Hinrunde souverän zu Hause.
Das Team von Daniel Lang schert sich aber glücklicherweise wenig um vergangene Spiele, Titel und Tabellenkonstellationen und nimmt alle Gegner gleichsam ernst. Ob Aufsteiger, Tabellenschlusslicht oder eben auch vermeintliche Favoriten der Liga, jeder bekommt den gleichen sportlichen Respekt entgegengebracht. Eine ähnliche Zurückhaltung hätte den Berlinern bei dieser Partie sicherlich auch gut getan.

Der erste Satz setzte dementsprechend auch gleich ein Ausrufezeichen. Spielsicher und variantenreich im Abschluss präsentierten sich die Gastgeber auf Augenhöhe mit dem Titelfavoriten, die ihre „Besten“ vorerst auf der Bank beließen. Die Quittung kam prompt, souverän beendeten die Spergauer den ersten Satz mit 25:18.
Im zweiten Satz ging es dann bedeutend enger zu. Jetzt in Stammbesetzung überzeugte der amtierende Regionalmeister mehr, forderte die Abwehr um Libero Jan Hochmuth verstärkt und beeindruckte durch druckvolle Angriffe über die Außenpositionen. Trotzdem reichte es am Ende nur für einen knappen Sieg. Mit 27:25 endete der zweite Durchgang denkbar knapp.
Die dritte Runde endete im Debakel für die angereisten Gäste. Nicht zuletzt durch die aufkommende Stimmung der Gastgeber – die die frustrierten Berliner immer mehr mit flotten Kommentaren würdigten – war es allen voran Chris Warsawski – vom Berliner Kapitän unsportlich, aber sicherlich nur scherzhaft und unhörbar für das Schiedsgericht, als „Depp“ tituliert – der den Berlinern mit variablen und harten Angriffen den Garaus machte. Von heißer Luft war bei den Piraten, im Gegensatz zu den Gästen, nichts zu spüren. Unbeeindruckt beendeten die Gastgeber den Satz souverän mit 25:17.
Der vierte Durchgang war bis zum 20:20 sehr ausgeglichen und spannend. Durch einen guten Service von Basti Krüger setzte sich das Team aber in der finalen Phase ab und gewann auch den vierten Durchgang mit 25:22 und siegt verdient gegen den amtierenden Regionalmeister. Die Erstligareserve bleibt damit in der heimischen Jahrhunderthalle ungeschlagen und feierte ihren siebten Sieg in elf Spielen. Außerdem wurde es den Zuschauern nach sechs Siegen in Folge langsam unheimlich. Sichtlich motiviert freuen sich die Lang-Mannen auf die nächste Partie gegen den nächsten Ligafavoriten – SV Energie Cottbus.

Es waren dabei: Trainer Haroldas Cyvas, Jan Hochmuth (1), Sebastian Krüger (2), Chris Warsawski (3), Jonas Liebing (4), Kapitän Christian Laux (5), Hannes Mück (7), Marcus Schmidt (8), Toni Ziegler (14), Ricardo Nitzschke (15)

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