CVM II - TSGL Schöneiche II 3:1 (-22, 22, 11, 23)

Was die Linie 18 und die türkische Großstadt am Bosborus mit gepflegten Regionalligavolleyball zu tun hatte, das wurde den ca. 100 Zuschauern nicht wirklich klar. Musste es eigentlich auch nicht, denn die Stimmung hat wieder mal gepasst und war am Ende der Garant für den fünften Sieg in Folge und sorgte für beste Unterhaltung auf den Rängen. Und dabei sah es anfänglich gar nicht danach aus. Libero Jan Hochmuth meldete sich mit Infekt für die Partie ab und Kapitän Christian Laux war als Scout für die Erstligapiraten in Düren unterwegs. Jedoch konnte das Team wieder auf Johannes Jany zählen, der zuvor berufsbedingt länger nicht im Training stand.

Nach reiflicher Überlegung nominierte Trainer Daniel Lang dann Ricardo Nitzschke als Libero und verzichtete somit nicht - wie ursprünglich geplant - auf den Einsatz des zentralen Annahmespielers. Eine gute Entscheidung, wie sich herausstellte, denn eine stabile Annahme ist unerlässlich für das Spiel der Pirates.
Der erste Satz jedoch war geprägt von Unsicherheit und Abstimmungsproblemen, wirklich ins Spiel kamen die Gastgeber nicht und mussten sich oft auch der physischen Präsenz der Randberliner geschlagen geben, wenn diese mit brachialer Gewalt ihre Angriffe versenkten. Viele Geschenke im Aufschlag und eine Menge unübersichtlicher Spielsituationen bei den Piraten sorgte für den Satzgewinn der Gäste mit 25:22.
Der zweite Satz startete ähnlich verfahren, ohne wirklich Stimmung zu machen ließen die Gastgeber die Schöneicher Drittligareservisten davon ziehen. Beim Stand von 16:11 schien für die Piraten alles gelaufen zu sein. Doch gerade in dieser Minute großer Not erinnerte sich das Team an seine Stärke - wie auf Knopfdruck begannen die Hausherren mit Gesangseinlagen und Coolness den Gegner zu bearbeiten. Sichtlich beeindruckt von der daraus resultierenden Aggressivität stagnierte das Spiel des Gegners, plötzlich stand es ausgeglichen 21:21 und wenige Minuten später machten die Gastgeber den Sack mit 25:22 zu.
Da war sie nun, die viel gelobte Stimmung. Und sie half dem Team, sorgte für einen Rausch, verblüffte den Gegner - und auch die Zuschauer - und sorgte am Ende für ein Trauerspiel bei den Gästen im dritten Satz. Der Satz zog mehr oder weniger komplett an Schöneiche vorbei, 25:11 hieß die bittere Pille am Ende.
Der vierte Satz war kämpferischer, die Gäste gesinnten sich auf ihre Stärke und boten den nun mehr wirklich als Hausherr agierenden Spergauern Paroli. Bis zum 15:15 ein ausgeglichener Satz, dann setzte sich das Team um Interimskapitän Sebastian Krüger aber wieder ab. Leichte Unkonzentriertheiten ließen aber nochmal Spannung aufkommen. Beim Stand von 24:23 mussten die Gäste nochmal die Luft anhalten. Mit einem verschlagenen Service beendeten die Gäste den Satz aber selber sehr unglücklich und bescherten dem Chemie Volleys den fünften Sieg in Folge. Am Ende ein verdienter Sieg.
Matchwinner war Johannes Jany im Zuspiel, der sich Dank der Motivation des gesamten Teams sehr gut ins Spiel gefunden hatte und eine außerordentliche Partie gegen stark aufspielende Gäste absolvierte.

Mit dabei: Trainer Daniel Lang, Kapitän Sebastian Krüger (2), Chris Warsawski (3), Jonas Liebing (4), Daniel Wieland (6), Hannes Mück (7), Marcus Schmidt (8), Haroldas Cyvas (12), Johannes Jany (13), Toni Ziegler (14), Libero Ricardo Nitzschke (15)

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