USC Magdeburg – CVM II 3:1 (-25, 19, 18, 14) 

CVM II – MTV Wittenberg 3:0 (23, 17, 19)

Mit dem USC Magdeburg stand am 19. Oktober ein harter Brocken auf dem Programm. Als Aufsteiger in die Saison gestartet, avancierten die ehrgeizigen Schützlinge von Hendrik Oelze schnell zu einem Favoriten der Liga. Zwei Siege zum Auftakt unterstrichen die Favoritenrolle des amtierenden Landesmeisters aus Sachsen-Anhalt. Die Erstligareserve der Chemie Volleys reiste sichtlich angeschlagen nach Magdeburg. Lediglich sieben Spieler konnten die Spergauer für das Lokalderby aufbieten, ohne Libero und mit zwei Zuspielern waren die Optionen für Coach Haroldas Cyvas deutlich limitiert, während die Elbestädter auf eine volle Bank zählen konnten. Die personelle Disbalance war im ersten Satz nicht zu merken. Die knapp hundert Zuschauer sahen einen Blitzstart der Piratenreserve und die vermeintlich wirkungslose Manpower um Zuspieler und Kapitän Christian Laux düpierte den Magdeburger Coach. Mit Spielfreude und Durchsetzungskraft und vielleicht auch ein bisschen Glück siegten die Spergauer im ersten Satz mit 25:23. Es sollte der einzige erfolgreiche Satzgewinn bleiben, denn im fortschreitenden Spielverlauf  spielten die Elbestädter ihre Stärken aus und der Schwung des ersten Satzes bei den Gästen ging verloren. Mit starker Blockarbeit und hoher Effizienz im Angriff wurden die Spergauer unter Druck gesetzt. Ohne neue Impulse verpuffte jedes aufbäumen. Am Ende spielten die Gastgeber ihr Spiel souverän runter, ohne wirkliche Handlungsoptionen waren die Piraten am Ende taktisch und spielerisch unterlegen und mussten erneut mit Null Punkten die Heimreise antreten.

Am darauf folgenden Wochenende stand gleich das nächste Lokalderby auf dem Programm. Diesmal empfingen die Volleyballer aus Spergau als Gastgeber den MTV Wittenberg. Die alten Hasen um Routinier Raik Zischkale und Chef Ulf Jonas kämpfen zwar nicht mit personellen Engpässen, der Start in die Saison verlief dennoch ähnlich verkorkst wie bei den Piraten. Trotzdem schafften die Elbestädter aus Wittenberg zuvor einen Sieg in Spremberg und konnten somit etwas entspannter in das Derby starten. Die Gastgeber waren personell zwar nicht ganz auf der Höhe, konnten aber auf einen festen Stamm an Spielern zurückgreifen, lediglich Toni Ziegler war verletzungsbedingt nicht dabei und Libero Jan Hochmuth verweilte noch im verdienten Urlaub. Ersatzcoach Jan Kahlenbach sprang für die verhinderten Headcoaches Daniel Lang  und Haroldas Cyvas ein und hatte diesmal einige Optionen auf der Bank. Die Motivation war gut im Team und vor heimischer Kulisse in der Jahrhunderthalle als Vorprogramm für die Erstligapartie der Piraten gegen TV Bühl sollte der erste Sieg erspielt werden. Beide Teams starteten verhalten in die erste Runde und tasteten sich vorsichtig ab. Dennoch zeigte sich schon zu Beginn, dass die Gäste eine schwache Annahme nach Spergau mitbrachten und über weite Strecken nur mit Notpässen arbeiten mussten. Ein schnelles Spiel wurde somit unterbunden, von beiden Mittelblocker im Wittenberger Team strahlte somit keinerlei Gefahr aus und man konnte sich vornehmlich auf die eigene Blockarbeit auf den Außenpositionen konzentrieren, was von Seiten der eigenen Mittelblocker dennoch nur unzureichend gelöst wurde. Zu oft klaffte ein „Loch“ , über das die die Gäste erfolgreich Punkten konnten und Coach Jan Kahlenbach zum handeln zwang. Kurzerhand wurde ein Abwehrspieler verschoben und deckte den offenen Bereich ab und der gegnerische Diagonalangreifer wurde fortan konsequent in Schlagrichtung geblockt. Eine erfolgreiche Strategie, die sich auch im Ergebnis bemerkbar machte. Konnte der erste Satz noch glücklich mit 25:23 über die Ziellinie gerettet werden, gestalteten die Gastgeber die beiden folgenden Sätze sehr deutlich und siegten verdient mit 3:0. Nicht zuletzt auch durch die Souveränität von Diagonalangreifer Chris Warsawski, der durch eine konstante Leistung einen entscheidenden Beitrag zum Sieg beisteuerte. Auch Sebastian Krüger – obwohl nicht von Anfang an in der Aufstellung – trug zum Erfolg mit seiner stabilen Annahme bei und äußerte sich am Ende sehr glücklich: „Endlich gewonnen! Mit dieser konsequenten Teamleistung und der Kreativität von der Bank kann es weitergehen!“

So soll es sein, weiter geht es schon am kommenden Sonntag, auswärts gegen den TSV Spandau.

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