2018 02 28 Medieninfo VVSA Pokalfinale VorberichtLeuna/Spergau, 28.02.2018. Am Samstag, 03.03.2018 findet das Sparkassen-Pokalfinale des VVSA statt und das Ausrichterlos fiel in diesem Jahr dem Chemie Volley Mitteldeutschland zu.

In der Heimspielstätte der Piraten, wie sich das Bundesliga-Team des CVM nennt, wird es am Samstag verdammt heiß: Zwei Damen-Teams und zwei Herren-Teams kämpfen um den begehrten Pokal und die Zuschauer können sich auf volleyballerische Höchstleistungen mit garantiert packenden Ballwechseln freuen.

Den Anfang machen die Damen um 13:00 Uhr. Hier qualifizierten der VC 97 Staßfurt e.V. und der SV Braunsbedra e.V.. Die Staßfurterinnen legten in der Landesoberliga einen Super Start hin. Viele Siege konnten sie auf ihrem Konto verbuchen. Die mentale Stärke der Mädels zeigte, dass auch vermeintlich verloren geglaubte Partien noch erfolgreich gedreht werden konnten. Mitten in der Saison mussten die Damen allerdings mit verschiedenen Umständen kämpfen. Ein Trainerwechsel, krankheitsbedingte Ausfälle und Schwangerschaft stellte die Damenmannschaft auf die Probe. Das Team stand nur selten komplett auf dem Feld. Mit starker Motivation und Ehrgeiz erarbeiteten sie sich dennoch den aktuell vierten Liga-Tabellenplatz.

Dem VC 97 Staßfurt gegenüber stehen die Damen des SV Braunsbedra. Das Team vom Geiseltal hatte sich Ende der letzten Saison im Relegationsspiel gegen den Kieler TV durchgesetzt und konnte auf Grund eines glücklichen Umstandes in die Dritte Liga Nord aufsteigen. Trotz bereits absehbarer Spielerinnen-Abgänge stellten sich die Mädels der Herausforderung, suchten bei Probetrainings und persönlichen Akquise-Aktionen neue, potentielle Kameradinnen. Dies ist ihnen so gut gelungen, dass nun ein sympathisches, harmonisches Team auf dem Court steht. Spielerisch können die Damen noch eine „Schippe drauflegen“, denn im Moment stehen sie mit vier Siegen aus 15 Spielen auf Platz sieben der Tabelle.

Im Finalspiel der Herren ab 15:30 Uhr treffen auch in diesem Jahr zwei „alte“ Bekannte und Kontrahenten der 2. Bundesliga Nord der Männer aufeinander. Der Chemie Volley Mitteldeutschland, Meister der Zweiten Liga Nord 2016/2017 und Meisterschaftsanwärter in dieser Saison, trifft auf den VC Bitterfeld-Wolfen, den Drittplatzierten der letzten Spielzeit und dem derzeitigen achten Tabellenplatz.

Insider wissen jedoch, dass bei diesem Duell die Tabellenposition nichts über dessen Ausgang aussagt, da der „Pokal bekanntlich seine eigenen Regeln hat“. So musste sich der CV Mitteldeutschland im Rahmen der Pokalrunden den Bitterfeldern bereits zweimal geschlagen geben und als Vize das Feld verlassen. Am Samstag in eigener Halle soll das anders laufen.

Der VC Bitterfeld-Wolfen wartete in dieser Saison mit einem nahezu völlig neuen Team auf. Nach einem einschlägigen Umbruch blieben dem Verein im Sommer nur noch zwei Bestandsspieler und man musste sich „neu erfinden“. Zehn Neuverpflichtungen wurden getätigt, fünf davon mit ausländischem Pass. Dies ist innerhalb der Liga keine Seltenheit, doch bestand die größte Herausforderung darin, in kürzester Zeit ein leistungsfähiges, zusammengehöriges Team zu schaffen. Dies ist dem VC - zumindest spielerisch - nur teilweise gelungen. Mit zehn Siegen aus 18 Spielen liegen sie weit hinter den Vorjahres-ergebnissen zurück.

Für den CV Mitteldeutschland läuft es auch in dieser Saison ziemlich rund. Das Team um Chefcoach Mircea Dudas routierte in gewohnter Weise zu Saisonbeginn. Potenzialspieler wie bspw. Duquette und Wojcik erhielten konkurrenzlose Angebote aus Belgien und Frankreich. Deshalb musste sich das Management wie immer auf Spielersuche begeben. Fündig wurde es in Norwegen (Andersen), in Estland (Soo), in Kanada (Ristic) und Polen (Wasilewski). Aber auch ehemalige Teammitglieder des heutigen Gegners stehen auf der Mannschaftsliste (Warsawski, Schmidt). Diese Konstellation dürfte für spannungsgeladenes Knistern sorgen.2018 02 28 Medieninfo VVSA Pokalfinale Vorbericht