Leuna/Spergau, 01.10.2017. Das heißersehnte Derby gegen den VC Bitterfeld/Wolfen gewannen die Piraten mit 3:1 (25:23 22:25 25:22 25:19) und erobern sich damit den ersten Tabellenplatz.

„Ruhiger als erwartet,“ kommentierte Teammanagerin Sandy Penno die Atmosphäre in der Jahrhunderthalle Spergau. Doch diese Analyse galt nicht den Wild Pirates, dem eigenen Fanclub der Mitteldeutschen, sondern den mitgereisten Fans der Gäste aus Bitterfeld. Wo in der vergangenen Saison noch tosende Trommeln von den VC-Rängen zu vernehmen waren, klangen bei der gestrigen Begegnung nur einige wenige Fangesänge Richtung Parkett. „Für uns war das vielleicht der entscheidende Unterscheid.“

Die Piraten starteten einmal mehr hervorragend in die Partie. Von Aufschlag bis Angriff, von Zuspiel über Block überließen sie nichts dem Zufall, wenngleich die Bitterfelder ihrerseits ebenfalls eine großartige Partie boten. Phänomenale Ballwechsel und spektakuläre Rettungsaktionen auf beiden Seiten zeigten den unbedingten Willen zum Satzentscheid, den letztlich die Gastgeber für sich verbuchen durften.

In der Satzpause justierte VC-Trainer Despotovic die eine oder andere Stellschraube und sollte damit Recht behalten. Und die Piraten? Sie unterlagen einmal mehr dem schlechten Omen des zweiten Satzes. Wie auch in den beiden vorherigen Spielen gegen Bocholt und Lindow fanden sie nicht adäquat in ihr Spiel, boten dem Gegner Lücken in Block und Abwehr, die dieser dankbar nutzte, und gaben den Bitterfeldern damit die Chance auf den Satzausgleich.

Satz drei begann, wie der zweite endete, mit spielerisch ausgeglichenen Bitterfeldern und zurückhaltenden Chemie Volleys. Kurzerhand fielen die Piraten in einen Vier-Punkte-Rückstand (2:5, 4:8) und für den Außenstehenden schien es, als hätten sie den Fokus verloren. Doch Kapitän Lukasz Szablewski trieb sein Team gemeinsam mit den grollenden Trommeln und motivierenden Rufen der Mitteldeutschen Fans an. Die Auf- und Überholjagd begann und fand ihren Höhepunkt mit dem 2:1 Satzgewinn.

Der vierte Durchgang überzeugte schlussendlich auch den letzten Zweifler. Mit geballter Kraft traten die Piraten aufs Spielfeld, entgegneten den Bitterfeldern all ihren Kampfgeist und den Spergauer Fans einige nervenaufreibende Ballwechsel. Am Ende belohnten sie sich mit dem Sieg und sicherten sich weitere drei Zähler.

Bereits am kommenden Wochenende treffen die Kontrahenten erneut aufeinander. Beim Regionalpokal am Sonntag, 08.10.2017, geht es für die Piraten, den VC Bitterfeld/Wolfen, den SV Lindow-Gransee sowie den Berliner VV um den Einzug in die Hauptrunden-Qualifikation des DVV-Pokal. In der Sporthalle Krondorf startet um 10:00 Uhr die Partie Bitterfeld gegen den CVM, gefolgt von dem Duell Lindow gegen Berlin. Die jeweiligen Finalisten treten dann am Nachmittag gegeneinander an. Sollte die Piraten als Sieger hervorgehen, findet das Qualifikationsspiel am Sonntag, 22.10.2017 in der Borlach-Sporthalle Bad Dürrenberg statt.

Sports&Travel MVPs: Lukasz Szablewski (CVM, gold), Marian Hrusik (Bitterfeld, silber)

Weitere Ergebnisse der 2. Bundesliga Nord Männer von Samstag, 30.09.2017:

Lindow-Gransee : Moers = 3:0
Hürth : Warnemünde = 3:2
Bocholt : Braunschweig = 2:3
Giesen : Delbrück = 3:0

Sonntag, 01.10.2017, 01:25 Uhr