Jairo Hooi auch gegen Moers erfolgreich?

So recht kann die Leistungsstärke der Adler vom Moerser SC in dieser Saison nicht eingeordnet werden. Fest steht: Moers ist Pokalfinalist und hat auf dem Weg dahin auch die Piraten in einen denkwürdigen 3:2-Krimi ausgeschaltet. Fest steht auch: Moers ist bis zum heutigen Mittwoch eine von zwei im internationalen Wettbewerb verbliebenen Teams. Fast unbemerkt schlichen sich die Rheinländer ins Achtelfinal-Rückspiel um den europäischen Challenge Cup, stehen dort aber gegen Delecta Bydgoszcz, Tabellenführer der Polnischen Liga, mit dem Rücken zur Wand. Fest steht aber auch, dass Moers in den letzten sieben Bundesligapartien nur einmal gegen den VC Dresden gewinnen konnte. Ein klares Leistungsbild kann also für den Gastgeber der Sonntagspartie im neu eröffneten ENNI-Sportpark in Moers nicht herausgearbeitet werden. Es kann also wieder auf ein knappes Spiel hinauslaufen, in das jedes Team mit einer 50%-igen Siegchance ins Rennen geht.

Erschwerend für ein klares Stimmungs- und Leistungsbild in Moers kommen die Ankündigungen von Manager und MSC-Präsident, Günther Krivec, hinzu, der im Januar bereits den Kurs für die kommende Saison in der Grafenstadt absteckte. Von Etatkürzungen bis zu 40% ist die Rede und die Onlineausgabe der Rheinischen Post (RP online) spekulierte bereits in dieser Woche über den künftigen Spielerkader des Clubs. Krivec macht die Zukunft des Moerser Männervolleyballs auch von der Zuschauerresonanz in der neu errichteten Wettkampfstätte im Moerser Stadtzentrum abhängig. Die riesige RWE-Ausweichhalle in Mülheim an der Ruhr lockte in jedem Fall nur wenige Zuschauer zu den „Heimspielen“ der Adler. Zur Neueröffnung des ENNI-Sportpark an diesem Wochenende werden aber weit über 1.000 Gäste erwartet.

Zwei davon werden sicher auch wieder die Eltern von Piratenmittelblocker, Jairo Hooi, sein. Ein Katzensprung ist es von ihrem holländischen Wohnort Aalten in den Ruhrpott. Jairo selbst meint zum bevorstehenden Spiel: „Zwei Mal haben wir in dieser Saison schon gegen Moers den Kürzeren gezogen und vor allem deshalb, weil wir es nicht verstanden haben, in entscheidenden Satzphasen den Druck hochzuhalten und den Vorsprung ins Ziel zu brin gen. Das ist in den letzten Spielen besser geworden“, stellt er weiter fest. „Der Erfolg gegen Hafen ist eine schöne Momentaufnahme, die wir gerne mitnehmen. Den Schwung aus dieser Partie wollen wir auch im Ruhrgebiet beibehalten und dort unseren Aufwärtstrend fortsetzen.“ Damit schloss er sein kurzes Statement und verabschiedete sich zum Teamtraining. An diesem kann nunmehr auch das Sorgenkind vom Wochenende, Erik Shoji, wieder unbeschwert teilnehmen. Sein Infekt ist auskuriert und er wird am Sonntag die Reise zum 50:50-Spiel nach Moers mit antreten können.