Auch diesmal erfolgreich gegen Bühl? Christoph Helbig

Ein Blick auf die aktuelle Wetterlage verrät, dass es sicher angebracht ist, auf den teilweise glatten Straßen einen gewissen Abstand zum Vordermann zu halten. „Sicherheit geht vor“, dürfte die Devise sein! Seit Jahren können sich dabei die Piraten mit der PNVG Merseburg auf einen zuverlässigen Transportpartner für die langen Auswärtsfahrten verlassen. Abstand halten! Das gilt aber auch im Hinblick auf die aktuelle Bundesligatabelle. Ganze zwei Pünktchen trennen die Mitteldeutschen vom nächsten Auswärtsgegner, dem TV Ingersoll Bühl. Doch keiner aus der Piratentruppe ist gewillt, diesen Abstand auch nur ansatzweise schmelzen zu lassen. Mit einer gehörigen Portion Groll im Magen und dennoch einem ungebrochenen Siegeswillen reist die Münz-Truppe daher bereits am heutigen Freitag ins Ländle. Und sicher auch deshalb, um noch etwas Abstand von der bitteren da völlig unnötigen Pokalschlappe gegen Moers zu gewinnen.

Die Bühler wurden vor der Saison von vielen Bundesligatrainern als die Überraschungsmannschaft gehandelt. Sehr überzeugend waren die Vorstellungen aber bisher noch nicht. Lediglich zwei Siege gegen Aufsteiger Dresden (3:1) und bei evivo Düren (3:2) sprangen heraus. Und auch im Pokalviertelfinale mussten die Baden-Würtemberger das gleiche Schicksal wie die Piraten erleiden. Sie schieden mit einer 3:1-Niederlage in Rottenburg aus. Ein ansatzweise erkennbarer Aufwärtstrend, der mit Rückkehrer und Regisseur Axel Jacobsen auf Bühler Seite eingeleitet wurde, dürfte aber den Piraten Warnung genug sein. Es könnte also wieder eines der zahlreichen 50:50-Spiele werden, vor denen die Piraten schon des Öfteren in dieser Saison standen. Die Chance ist zweifelsfrei erneut vorhanden, diesmal den Bock umzustoßen und mit einer ähnlich robusten Leistung wie in den ersten beiden Sätzen gegen Moers und Friedrichshafen den dritten Auswärtssieg der Saison perfekt zu machen.

Den berühmten Heimvorteil vergangener Jahre mit einer schicken aber äußerst flachen Halle haben die Bühler jedenfalls verloren. Vor Jahresfrist wurde die Großsporthalle fertiggestellt und bildet seither das Domizil für die Heimspiele. Doch mehr als die drei Gewinnsätze gegen Dresden konnten die Bühler Fans in der neuen Wirkungsstätte noch nicht bejubeln. Die Piraten jedenfalls wollen es auch dabei belassen und den Abstand in der Tabelle – insbesondere bei dieser Wetterlage - noch vergrößern.