Treffender konnte die Auswertung vom Chefcoach der Piraten, Matze Münz nach dem verlorenen Bundesligamatch gegen den Meister nicht sein: "Es war schon erstaunlich, wie motiviert und konstant Berlin trotz der Champions-League-Strapazen aufgetreten ist, so dass der Sieg absolut verdient ist. Für uns sind die nächsten Spiele in Moers (Pokal), Bühl und Düren richtungsweisender." Und auch die Einschätzung von Jairo Hooi, MVP aus der letzten Heimpartie gegen den morgigen Pokalgegner Moerser SC, weist klar die Richtung: „Wir sind auf einem guten Weg doch in den entscheidenden Phasen müssen wir die wichtigen zwei, drei Punkte machen, um die knappen Spiele auch zu gewinnen.“

Der Weg die Piraten führt am morgigen Pokalviertelfinale zum Moerser SC in die RWE-Arena nach Mülheim an der Ruhr. Noch warteten die Rheinländer auf die Fertigstellung ihrer eigenen neuen Halle in Moers, die für den Januar avisiert ist und müssen mit dem ostrheinischen Ausweichquartier Vorlieb nehmen. Die Fahrtroute zum Gastspiel führt über die A44, nichts Besonderes auf dem Weg von Mitteldeutschland in den Ruhrpott, wenn da nicht nach ca. 2/3 des Wegs die Abfahrt Paderborn/Bielefeld in Richtung Norden wäre. Genau das ist die Strecke, an deren Ende mit dem Gerry-Weber-Stadion in Halle/Westfalen das Mekka des Deutschen Pokalwettbewerbs liegt. Ein kurzer Blick in diese Richtung schärft sicher den Wunsch jedes deutschen Volleyballers, einmal vor über 10.000 begeisterten Volleyballfans das Pokalfinale bestreiten zu dürfen. Natürlich sind auch die Piraten heiß auf dieses Highlight, doch vor dem Lohn liegt bekanntlich ein Stück harte Arbeit. Wie hart es ist, nicht nur gegen die Großen der Liga erfolgreich zu sein, zeigte insbesondere das erste Spiel gegen den Moerser SC. In den entscheidenden Phasen waren die Gäste stets etwas bissiger und drehten auch einen knappen Piratenvorsprung noch zu ihren Gunsten. Doch dieses häufig zu „brave Spiel“ der Mitteldeutschen soll endgültig der Vergangenheit angehören.

Bissig auch im Pokal gegen den Moerser SC? – Philip Ichovski!

In vielen Gesprächen zwischen Management, Trainerstab und Team wurden diese Schwächen besonders analysiert und gezielt am nötigen „Killerinstinkt“ gearbeitet. „Wir haben nichts zu verschenken, schon gar nichts gegen ebenbürtige Gegner.“ Auf dieses Statement einigten sich die Macher des Vereins vor den anstehenden richtungsweisenden Spielen. Den Auftakt zur dessen Umsetzung wird das Pokalviertelfinale gegen den Moerser SC bilden, zumal hier noch eine Rechnung von Anfang November zu begleichen ist…und schließlich ist nach einem Pokalerfolg am Mittwoch mit Blick auf Halle/Westfalen alles möglich.