Team VC Leipzig 2008 – heute L.E. Volleys

Team VC Bad Dürrenberg/Spergau 2008 – heute CV Mitteldeutschland

Viele der geneigten Volleyballfans im Mitteldeutschen Raum erinnern sich gern an die Volleyballschlachten zwischen dem VC Leipzig und den Piraten aus Spergau. Über 2000 Fans sahen im Aufstiegsjahr der Piraten 2007 einen seinerzeit überraschenden 3:0-Auswärtssieg in der ARENA Leipzig. In der Rückrunde rangen die Leipziger dann den Gastgeber in Spergau mit 2:3 nieder. Das letzte offizielle Bundesligaspiel zwischen beiden Teams datiert vom 24.01.2009 in der Jahrhunderthalle Spergau. Damals gab es ein extrem enges Spiel, das die Leipziger mit 24:26, 22:25 und 32:34 für sich entschieden. Auf Leipziger Seite standen mit Axel Roscher, Thomas Knebelkamp und Christoph Helbig drei Spieler auf dem Feld, die später auch für die Piraten aufgeschlagen haben. Helbig ist den Piraten bis heute treu geblieben, vielleicht auch deshalb, weil es in Leipzig 2009 zum endgültigen Zusammenbruch des Erstligavolleyballs gekommen ist. Seither versuchen sich die neugegründeten L.E. Volleys als Leipziger Leitverein in der 2. Bundesliga zu etablieren – mit Erfolg. In keiner Saison schlossen die Sachsen schlechter als Platz vier ab. Doch der Sprung zurück ins Volleyballoberhaus gelang bislang nicht mehr. Dennoch und gerade deshalb bietet das Pokalderby am Mittwoch um 20:00 Uhr in der Sporthalle Brüderstraße einen besonderen Reiz.

In die laufende Zweitligasaison sind die Leipziger ausgezeichnet gestartet. Fünf Siege stehen einer Niederlage gegenüber, was Platz zwei in der Tabelle bedeutet. Auf den Pokalfight freuen sich die Messestädter in jedem Fall sehr und wollen durch eine groß angelegte Werbekampangne für ein volles Haus und gute Stimmung in der Brüderhalle sorgen. Zahlreiche Piratenfans werden sicher ihren Teil zu diesem Vorhaben beitragen. Die Piratencrew um Chefcoach Matze Münz wollen dieses Pokalachtelfinale nach der knappen Niederlage beim Serienmeister Friedrichshafen mit einer gesunden Portion Selbstbewusstsein und der erforderlichen Konzentration angehen. „Es gibt wenige Spiele, in denen wir in die Favoritenrolle gerückt werden. Keiner weiß so recht, wie die Spieler mit dieser Situation umgehen. Umso wichtiger ist es, von Beginn an mit der nötigen Konsequenz das eigene Spiel zu suchen“, ließ Jan Kahlenbach, Co-Trainer der Piraten während der Spielvorbereitung verlauten. Beide Teams sind in jedem Fall „heiß“ auf die Neuauflage des Mitteldeutschen Derbys - auch wenn dieses heute in einem völlig neuen Licht erscheint. Und letztlich haben Pokalspiele auch im Volleyball ihren besonderen Reiz.