Von MZ (Medienpartner des CVM)

Nun sind sie endlich da, die beiden vom CV Mitteldeutschland für die kommende Saison verpflichteten österreichischen Volleyball-Nationalspieler Olliver Binder und Philip Ichovski. "Die Zeit wird langsam eng, um sich mit dem geplanten Kader intensiv auf die am 17. Oktober beginnende Spielzeit 2012 / 2013 in der 1. Bundesliga vorzubereiten", zeigte sich der Cheftrainer der Mitteldeutschen, Mathias Münz, etwas erleichtert. "Nun haben wir zehn Aktive beisammen. Wenn alles klappt, kommt in der nächsten Woche noch ein Amerikaner dazu. Dann steht der Kader", fügt er an.

Die beiden Verträge mit Binder und Ichovski waren bereits im Frühsommer geschlossen worden. Über freundschaftliche Kontakte zum österreichischen Nationaltrainer Michael Warm, der aus Nürnberg stammt und nach erfolgreichen Jahren bei der deutschen Junioren-Nationalmannschaft und dem SCC Berlin seit Mai 2010 das Team aus dem Alpenland trainiert, hatte Münz im letzten April einen Lehrgang des österreichischen Nationalteams besucht. Dort war er auf Binder und Ichovski aufmerksam geworden. Da Österreich am letzten Wochenende noch die Qualifikation zur Europameisterschaft spielte, stießen die Neuen erst am Mittwoch zum Piratenteam. "Obwohl Österreich knapp gescheitert ist, sind die Fortschritte unverkennbar. Diese neue Qualität soll auch uns helfen", unterstreicht Münz. "Mittlerweile spielen acht Nationalspieler im Ausland", berichtet der 1,96 Meter große Mittelblocker Ichovski. Ohne lange Vorrede stiegen er und sein Kollege Binder, ein Zuspieler, sofort nach der Anreise ins Training ein. "Da blieb kaum Zeit, die Wohnung in Bad Dürrenberg zu beziehen und ein wenig die Gegend zu erkunden", erzählt Binder.

Aber zwei Reiseführer über Mitteldeutschland sind im Gepäck. Aus der Weltstadt Wien ins beschauliche Bad Dürrenberg, das ist sicher gewöhnungsbedürftig. "Doch wir sind Profis, zunächst zählt der Volleyball", unterstreicht Ichovski. "Und Leipzig ist auch nicht zu weit entfernt", ergänzt Binder lächelnd.