GÜNTHERSDORF/MZ. Spiel um Spiel machte das Herren-Duo vom VC Spergau-Bad Dürrenberg, Haroldas Cyvas / Enrico Ehrhardt und dabei gegen Beachspezialisten - die mehrere Turniere dieser Art im Jahr absolvieren - zu bestehen, war keine leichte Aufgabe. Sie scheiterten im Halbfinale der Mitteldeutschen Meisterschaft (MDM) im Beachvolleyball, die am Wochenende am Einkaufszentrum Nova eventis in Günthersdorf ausgetragen wurde, an den späteren Siegern Müller / Kempf vom VC Bitterfeld-Wolfen und kamen auf Platz vier. Doch war es die beste Turnierplatzierung eines VC-Paares. Beim Herrenturnier, wo 18 Mannschaften an den Start gingen, waren drei Spergauer Teams vertreten. Franz-Martin Kotschote / Sebastian Strauch scheiterten schon frühzeitig. Das Turnier wurde nach dem Modus "double elimination" gespielt. Da bedeuteten zwei Niederlagen das endgültige Aus. Hatte man einmal verloren, kam man in den so genannten Verliererpool. Dort bestand noch Hoffnung auf das Finale, eine Niederlage durfte man sich aber nicht mehr erlauben

In diesem Verliererpool war auch das VC-Team Daniel Knopf / Christian Langer gelandet. Sie setzten sich dort einige Male durch und standen kurz vor dem Halbfinaleinzug. Doch die an Platz drei gesetzten Mühlisch / Roscher ließen ihnen keine Chance. "Ich spiele eher selten Beachvolleyball", erklärte Christian Langer nach der Niederlage. Er gehöre eher zu denen, die das klassische Hallenvolleyball bevorzugen. Langer war kurzfristig eingesprungen, spielte mit seinem Teamkollegen Knopf zusammen und war mit Platz fünf ganz zufrieden. "Als Team waren wir kaum eingespielt. Und dafür war es recht gut", meinte er. Noch ein wenig besser lief es bei Cyvas / Ehrhardt. Doch absolvierten sie ein echtes Mammutprogramm. Ihr erstes Spiel hatten sie gewonnen, kamen aber durch die Niederlage im zweiten gegen die an eins gesetzten Jende / Winkler dann in den Verliererpool, wo sie fast ohne Unterbrechung auf das Spielfeld mussten. In ihrer siebenten Partie warteten die an Position vier gesetzten Heinemann / Schulz, die erst ihr bis dato viertes Spiel hatten. "Wenn man alles gewinnt, kann man in fünf Spielen Turniersieger sein", erklärte Albrecht Pfefferkorn, der vom VC Spergau-Bad Dürrenberg für die Organisation Verantwortliche, das Prozedere. "Hat man einmal gepatzt, dann ist Ausdauer gefragt", fügte er hinzu. Dass Cyvas / Ehrhardt dann sogar noch über drei Sätze gehen mussten, machte es nicht einfacher. Gegen Heinemann / Schulz gewann man 2:1 und kam ins Halbfinale. Gegen die Vorjahressieger und auch diesmal erfolgreichen Müller / Kempf war dort aber Schluss. Theo Struhkamp, der Präsident des Volleyballverbandes Sachsen-Anhalt, selbst mit seinem Partner Kevin Jasper bereits ausgeschieden, hatte vom Spielfeldrand aus die Partie verfolgt. "Was man hier sieht, ist Beachvolleyball auf hohem Niveau", meinte er. Dass die Hallenprofis Cyvas / Ehrhardt mit den Sandspezialisten mithalten konnten, überraschte ihn kaum. "Sie sind sehr gute Volleyballer und ihre Athletik hat sie so weit gebracht", erklärte Struhkamp. Er sah sowohl bei den Herren, als auch bei den Frauen die Favoriten vorn. Bei den Damen waren 20 Mannschaften vertreten, darunter zwei vom Gastgeber. Sabine Krems / Marlen Albrecht waren nach zwei Niederlagen früh ausgeschieden. Julia Mandry / Kathrin Hoffmann hatten ihre erste Partie verloren und danach zwei Mal gewonnen, was sie am Ende auf Platz neun brachte. Sieger bei den Frauen wurden die an zwei gesetzten Jenny Hellmich / Rita Fünfstück aus Dresden. "Es war eine gelungene Veranstaltung, mit vollen Teilnehmerfeldern, einer perfekten Organisation vom VC Spergau-Bad Dürrenberg und schönem Beachvolleyball-Wetter", sagte Struhkamp.