Zurück an alter Wirkungsstätte - "Basti" Hähner

„Einmal Pirat – immer Pirat!“ Mit dieser Inschrift auf einem kleinen Präsent wurde Sebastian Hähner nach fünf Spielzeiten in Spergau anlässlich des mitteldeutschen Derbys gegen den VC Gotha in der vergangenen Saison herzlich verabschiedet. Mit etwas Wehmut ließen die Macher der Piraten „Basti“ seinerzeit gen Thüringen ziehen, doch Hähner suchte nach der langen Zeit in der Jahrhunderthalle die Veränderung. Vor allem wollte er aber viele Spielanteile in einem neuen Club, noch einmal einen spielerischen Qualitätssprung erreichen und einfach auch nur einen Klimawechsel. Und dieser Klimawechsel hat Sebastian sehr, sehr gut getan.

Nach dem abrupten Ende in Gotha holte Hähner sein Andenken aus dem Schrank, sah sich noch einmal die Inschrift auf dem Geschenk an und entschied sich letztlich in seine Heimat zurück zu kehren. „Ich habe in Gotha viel dazugelernt, bekam in dem kompakten Spielerkader enorm viele Einsatzzeiten und konnte durch zahlreiche individuelle Trainingseinheiten mit dem Gothaer Trainer Jörg Schulz viel an meinen Schwächen arbeiten“, analysierte Sebastian zur Vertragsunterzeichnung das vergangene Jahr. Die Statistik gibt ihm Recht. Vor allem im Annahmebereich hat Hähner enorm zugelegt. Und dass er im Außenangriff durch seine enorme Sprunghöhe ein „Knipser“ ist, konnten die Fans schon in früheren Spergauer Zeiten hinlänglich bewundern.

Für Chefcoach Matze Münz passt Hähner sehr gut ins Gesamtkonzept der Piraten. „Viele Spiele auf Augenhöhe werden letztlich über Außen entschieden. Dort braucht man Spielertypen, die die athletischen und psychischen Fähigkeiten mitbringen, sich auch gegen einen kompakten Block durchzusetzen. Vor allem für die abgewehrten Bälle braucht der Zuspieler mehr als eine zuverlässige Anspielstation, über die entscheidende Punkte gemacht werden können. Basti könnte eine dieser Fixpunkte werden“, kommentierte er Hähners Verpflichtung. Mit Sebastian Hähner, Jiri Stolfa und Enrico Ehrhardt sind nunmehr drei der vier vakanten Außen-/Annahmeplätze im Piratenboot vergeben. Für die letzte Verpflichtung will sich das Spergauer Management noch etwas Zeit lassen. Vielleicht gelingt es noch ein weiteres Sprungwunder der Kategorie „Basti“ Hähner zu verpflichten.