Zurück in Spergau - Artur Augustyn

Neunzehn Monate ist es erst her, da schockte eine Meldung die Deutsche Volleyballszene. Artur Agustyn, Mittelblocker des CV Mitteldeutschland, ist schwer an Krebs erkrankt. „Gestern habe ich die Diagnose bekommen“, ließ er seinerzeit verlauten. „Es geht mir einigermaßen gut, ich bin mental und körperlich stark und werde kämpfen.“ Und Artur hat gekämpft - erfolgreich! Er hat die Torturen der Therapie auf sich geladen, hat bereits im Frühjahr 2011 die blau-gelbe Kugel wieder in die Hand genommen und mit dem Team trainiert. Über den Volleyball und mit eisernen Willen hat er wieder ins Leben und zu seinem Sport zurück gefunden. Für eine Saison verabschiedete sich Artur dann in seine polnische Heimat zum Erstligaclub LOTOS Trefl Gdansk mit den Worten: „Ich komme wieder zurück nach Spergau. Hier habe ich mich sehr wohl gefühlt und will auch hier wieder Volleyball spielen.“

Nun ist er tatsächlich wieder in Mitteldeutschland. Anfang Juli einigte sich das Management mit ihm auf einen Jahresvertrag. Augustyn wird neben dem Österreicher Ichovski der zweite Mittelblocker bei den Piraten werden.

„Mit Artur bekommen wir wieder einen Spieler ins Team, der viel Angriffsdruck über die zentrale Position entwickeln kann. Durch seine emotionale und engagierte Spielweise reißt er die Teamkollegen mit und wird neues Leben in die Mannschaft bringen“, freut sich Chefcoach Matze Münz bereits jetzt. Spielerisch dürfte der 29-jährige Pole im letzten Jahr weiter zugelegt haben. Die Polnische „Plus-Liga“ zählt zu den stärksten Ligen Europas. Augustyn hat sich bei Gdansk einen Stammplatz erobert und wies damit sein Können mehr als deutlich nach. „Ich bin topfit und freue mich auf einen neuen Anlauf in Spergau“, verkündete Augustyn zur Vertragsunterzeichnung. Und auch die Fans können sich wieder auf einen hochmotivierten und energiegeladenen Artur Augustyn freuen. - Welcome back, Artur.