Diese 1:3 Niederlage beim Aufsteiger VC Gotha war schmerzhaft für die Volleyballpiraten aus Spergau. Schmerzhaft deshalb, weil man nach dem Gewinn des 1. Satzes nichts mehr zu bestellen hatte in der Ohrdrufer Goldberghalle.

Beim 25:22 Erfolg lief das Spiel des CVM noch in relativ geordneten Bahnen. Die Annahme stand, der am Rücken angeschlagene Zuspieler Sebastian Kühner verteilte gut und Kapitän Jiri Stolfa, bester Pirat an diesem Abend, fand immer wieder die Lücken im Gothaer Block. Ab Durchgang zwei aber dominierte dann der starke Aufsteiger aus Thüringen und das mit Hilfe einer einfachen Umstellung. Der Annahmeriegel um Libero Tomas Knebelkamp bekam es nur noch mit Floataufschlägen zu tun und wie schon gegen Moers kam Chemie Volley Mitteldeutschland damit nicht zurecht. Das Angriffsspiel wurde transparenter für den Gothaer Block und auch die Fehlerquote stieg. Die Satzergebnisse von 16; 20; und 18:25 zeigen, dass die Sätze zwei, drei und vier eine klare Angelegenheit für den VC Gotha waren. „Wir haben alle zu viele individuelle Fehler gemacht und Gotha hat sein Spiel durchgebracht. Da müssen wir uns nicht wundern, dass das Spiel schnell über die Bühne ging.“ Gab ein selbstkritischer Mark Siebeck zu. Dennoch war es teilweise verwunderlich, dass ein so erfahrenes Team in taktischer Hinsicht keine Antwort fand gegen das solide aber nicht überragende Spiel der Gastgeber. Trainer Michael Mücke machte die Niederlage am guten gegnerischen Service und an der fehlenden Durchschlagskraft auf der Diagonalposition fest. „ Gotha hat sehr gute Flatteraufschläge serviert und Christoph Helbig hatte nicht seinen besten Tag, da wurde es schwer für uns.“ Helbig, der sich seit einiger Zeit mit Kniebeschwerden herumplagt, wurde zwischenzeitlich von Haroldas Cyvas und Sebastian Hähner ersetzt – Besserung aber trat nicht ein. Nach dieser Niederlage bleiben die Piraten mit 4:8 Punkten auf Platz acht der Tabelle. Der nächste Gegner scheint mit dem VfB Friedrichshafen übermächtig. Das Saisonziel - die Play Offs – ist nach wie vor zu erreichen, trotzdem wäre es angesichts der Ausgeglichenheit der Liga ratsam, ab und zu nach unten zu schauen.