Dieses Heimspiel gegen den Moerser SC sollte eine erste Standortbestimmung werden, wo die Volleyballpiraten von Chemie Volley Mitteldeutschland im Kampf um die Play-Off Plätze stehen. Nach der 0:3 Niederlage vor 800 Zuschauern trat zunächst eine gewisse Ernüchterung ein und man hätte denken können, die Piraten sind ganz weit weg von diesem Saisonziel.

Ganz so schlimm aber ist es dann doch nicht. Das Team um Hauptangreifer Christoph Helbig nämlich hatte seine Chancen – vergab im ersten Durchgang beim Stand von 24:23 sogar einen Satzball. „Den Aufschlagfehler darf ich natürlich nicht machen und wer weiß wie das Spiel läuft wenn wir den Satz holen.“ Kommentierte Helbig nach der Partie. „Trotzdem waren wir heute insgesamt nicht gut genug, jeder hatte seine Fehler.“ Schwach waren in der Tat die Sätze zwei und drei – die mit 21 bzw. 20:25 verloren gingen. Da nämlich agierten Mark Siebeck und Co unter ihren Möglichkeiten. Der CV Mitteldeutschland spielte unkonstant und kam überhaupt nicht zurecht mit dem Angriffsspiel der Gäste – die angeführt vom überragenden Zuspieler Dirk Jan van Gentd - der 247mal für die Niederlande ans Netz ging – nicht auszurechnen waren. So sah es auch Piratentrainer Michael Mücke. „Moers hat gut gespielt und hat mit van Gendt einen exzellenten Zuspieler gehabt, der seine Angreifer fast perfekt in Szene gesetzt hat.“ Hinzu kamen immer wieder kleine Fehlerserien von zwei drei Punkten, die es den Piraten nicht erlaubten auszugleichen geschweige denn sich mal abzusetzen. Diese dritte Saisonniederlage sollte schnellstmöglich raus aus den Köpfen, denn schon am Sonntag steht mit dem ersten Ostduell gegen den VC Gotha das nächste wichtige Spiel auf dem Plan. „Dieses Spiel hat dieselben Vorzeichen wie das gegen Moers.“ Sagt Michael Mücke „Es geht um die PlayOffs und Gotha ist kein gewöhnlicher Aufsteiger sondern ein starkes Bundesligateam.“