Hochklassig war sie nicht diese Partie zwischen Chemie Volley Mitteldeutschland und dem SCC Berlin, dafür machten beide Teams einfach zu viele Fehle, aber die gut 800 Zuschauer in Spergau erlebten zumindest ein spannendes Spiel. Außerdem gelang der Mannschaft von Trainer Michael Mücke mit dem 29:27 Erfolg im ersten Durchgang etwas Historisches. Noch nie zuvor nämlich konnte der Club aus Sachsen Anhalt einen Satz gegen die Berliner holen.

Dabei begann das Spiel schlecht für Mark Siebeck und Co – 2:8 der Spielstand zur ersten technischen Auszeit. Danach aber drehten die Piraten auf. Zuspieler Sebastian Kühner zog geschickt die Fäden, Mark Siebeck und vor allem Christoph Helbig sorgten für die Punkte. „Wir müssen im ersten Satz den Sack eher zu machen.“ Sagte Helbig. „Wir führen 24:21 und fangen dann an zu zittern.“ Berlin machte in dieser spannenden Schlussphase mehr Druck mit dem Aufschlag und erst ein Angriff von Salvador Hidalgo der an der Antenne landete beendete den Satz mit 29:27 für die Piraten. Im zweiten Satz hatten die Gastgeber zunächst Vorteile aber nach der zweiten technischen Auszeit wurde der SCC immer stärker. Fuchs und Hidalgo waren am Netz nicht mehr zu stellen. „Außerdem haben wir im Aufschlag zu wenig angeboten.“ Meinte Mark Siebeck. „Entweder zu wenig Risiko oder Fehler, da war Berlin besser.“ Dem 22:25 im zweiten folgte ein 20:25 im dritten Satz aber der 1:2 Rückstand entmutigte den CV Mitteldeutschland nicht. Im vierten Satz war es zunächst zwar wieder der SCC der dominierte und mit 13:8 davonzog aber das großartige Publikum brachte die Piraten wieder ins Spiel. Ein Monsterblock von Arthur Augustyn leitete die Aufholjagd ein, die erst vom Schiedsrichter gestoppt wurde. Beim 21:22 blockte Christoph Helbig den Cubaner Hidalgo, der berührte den ins Aus fliegenden Ball, der Mann mit der Pfeife aber nahm das nicht zur Kenntnis. Ein Ass von Hidalgo bescherte dem SCC danach drei Matchbälle von denen die Piraten nur einen abwehren konnten. „Alles in allem bin ich zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft.“ resümierte Trainer Michael Mücke. „Schade, dass am Ende eine Fehlentscheidung stand.“ Ausgleichend soll aber nicht unerwähnt bleiben, dass das Schiedsgericht im Verlaufe dieses Spiels auch Fehlentscheidungen gegen den SCC getroffen hat und Berlin dieses Spiel verdient gewonnen hat.