Endlich ist sie komplett, die neue, junge Piratencrew und kann voller Tatendrang in die siebente Erstligasaison starten. Am Montagabend präsentierte sich das Team auf einem Empfang offiziell den Sponsoren und Freunden des Vereins. Fast jeder der Spieler, der Trainer und des Vereinsmanagements kam zu Wort und stand zu Fragen nach den Zielen, der eigenen Motivation, dem Trainingszustand aber auch nach der sportlichen und wirtschaftlichen Lage des Vereins Rede und Antwort. Zwei Themen zogen sich dabei als roter Faden durch den Abend: der Dank an Alle, die es mit ihrer tat- und finanzkräftigen Hilfe erst ermöglicht haben, in die neue Saison zu starten und die Bitte an Alle, der blutjungen Truppe Zeit zum Wachsen und Lernen zu geben. „Wir werden viel Geduld und Nervenstärke in der neuen Spielzeit brauchen“, fasste Ulf Quell, Chefcoach der Pirates, sein Statement am Podium zusammen. „Eine so junge Mannschaft muss zusammenwachsen und sich finden. In jeder Trainingseinheit spüre ich, dass jeder der Spieler sich seinen Stammplatz im Team erarbeiten will. Das ist die richtige Einstellung und Motivation mit der man gut arbeiten kann“, blickt Quell positiv auf die Saison.

Der Startschuss fällt am Mittwoch um 19:30 Uhr in der Jahrhunderthalle Spergau. Mit dem TV Rottenburg gibt ein Team seine Visitenkarte in Spergau ab, dass wohl die wenigsten Veränderungen vor dieser Spielzeit verkraften musste. Der Trainerstab wird seit Jahren von Hans Peter Müller-Angstenberger angeführt, der in jeder Spielhalle durch sein bekannt emotionales Auftreten die Volleyballgemeinde Deutschlands polarisiert.  Die Veränderungen in seinem Team beschränkten sich auf drei Neuzugänge auf den Positionen Mittelblock und Außen/Annahme. Es war also wenig zu tun, die Rottenburger zu einem Team zu formen. Die Piraten werden daher auf die bekannte dynamische  Spielweise der Baden Württemberger treffen und es vor allem mit einer sehr eingespielten und harmonischen Mannschaft zu tun bekommen. Welche Schlüsse die Spergauer Trainerbank aus diesen Kenntnissen zieht, wird sicher in den letzten Trainingseinheiten vor dem Saisonauftakt feststehen. Die Fans in der Jahrhunderthalle können sich jedenfalls auf ein spannendes und knappes Spiel freuen und werden sich gern an den Auftakterfolg vor knapp einem Jahr erinnern, als beim 3:1-Erfolg beide Punkte im Piratennest behalten werden konnten. Übrigens stünden nach ebenso einem deutlichen Erfolg ab diesem Jahr gleich drei Punkte auf der Habenseite in der Tabelle. Auch in Deutschland wurde diese Bewertung eines Erfolges jetzt den internationalen Gepflogenheiten angepasst.
Aber das ist graue Theorie. Die Realität auf dem Spielfeld wird zeigen, welche von beiden Philosophien sich zum Auftakt durchsetzen wird: die junge und erfolgshungrige Piratentruppe oder die erfahrene und eingespielte Rottenburger Mannschaft. Ulf Quell lässt dabei jedoch keine Zweifel aufkommen: „Wenn wir geduldig genug spielen und unsere Nervosität in den Griff bekommen, dann haben wir gegen Rottenburg gute Siegchancen“.