DVL-Presseservice

Mit den Pre-Play-offs beginnen in der Volleyball-Bundesliga der Männer die Wochen der Wahrheit: Ab Mittwoch spielen Chemie Volley Mitteldeutschland und VC Dresden sowie TV Rottenburg und Netzhoppers KW-Bestensee nach dem Modus „best of three” um zwei freie Plätze für die Play-offs. Die Sieger der K.o.-Duelle dürfen beim Kampf um die Deutsche Meisterschaft mitmischen. Die Verlierer kämpfen in den Play-downs gegen den Abstieg.

Matthias Münz, Trainer von Chemie Volley Mitteldeutschland, ist vor dem ersten Duell von maximal drei Begegnungen gegen den VC Dresden am Mittwochabend (ab 19.30 im DVL-Liveticker) gewarnt. Zwar hat der Konkurrent aus Sachsen in dieser Spielzeit bislang nur drei Spiele gewonnen. Doch die Formkurve des Aufsteigers zeigte zuletzt deutlich nach oben. „Die Dresdner haben zuletzt sehr viel besser und konstanter gespielt als noch am Anfang der Saison”, sagt Münz vor dem Ost-Duell. „Wir haben zwar in beiden Spielen gegen Dresden mit 3:0 und 3:1 auf den ersten Blick deutlich gewonnen, uns aber über weite Strecken schwer getan. Es wäre grundlegend falsch, Dresden zu unterschätzen – und damit meine ich nicht nur die Mannschaft, sondern das gesamte Umfeld.”

Beim 3:2-Erfolg in Rottenburg am vorletzten Hauptrunden-Spieltag gelang den Elbestädtern endlich der ersehnte erste Erfolg gegen einen echten Konkurrenten. Die beiden übrigen Siege resultieren aus den Spielen gegen die außer Konkurrenz spielende Junioren-Nationalmannschaft vom VC Olympia Berlin. „Dresden kann in zwei oder drei Spielen eine ganze Saison zum Guten wenden”, warnt Münz. „Ich erwarte, dass wir uns davon nicht überrollen lassen, sondern ähnlich engagiert und couragiert spielen.” Trotz einer starken Rückrunde in der Bundesliga mit sechs Siegen – unter anderem je 3:0 gegen den VfB Friedrichshafen und in Moers – war Mitteldeutschland durch die Niederlage am letzten Hauptrunden-Spieltag gegen Düren noch aus den direkten Play-off-Rängen gerutscht.

Gefragt nach der Siegchance seines Teams sagte Dresdens Trainer Sven Dörendahl, einst selbst bei Mitteldeutschland aktiv: „Die Chance ist in gleichem Maße da, wie sie im letzten Hauptrunden-Spiel gegen Mitteldeutschland da war. Wenn wir es schaffen, den Gegner kontinuierlich unter Druck zu setzen, dann geht da sicher etwas. Natürlich ändert das nichts an der Tatsache, dass wir der klare Außenseiter sind.”

TVR-Coach Angstenberger: „Es wird Zeit, dass wir die Netzhoppers schlagen”

Der Vergleich der beiden weiteren Pre-Play-off-Duellanten startet am Mittwochabend um 20 Uhr in der Paul-Horn-Arena in Tübingen, wo der TV Rottenburg seine Heimspiele austrägt. Die Netzhoppers KW-Bestensee sind nicht gerade der Lieblingsgegner der Schwaben. Die beiden bisherigen Saisonvergleiche gewannen jeweils die Brandenburger. Mitte Januar unterlag das Team von Trainer Hans Peter Müller-Angstenberger gegen die „Kängurus” in eigener Halle sogar mit 0:3. „Es wird also Zeit, dass wir die Netzhoppers schlagen”, sagt der TVR-Coach. „Die Netzhoppers sind ein ganz unangenehmer Gegner, wir müssen unser allerbestes Volleyball zeigen und sollten unseren Heimvorteil nutzen, um mit einer Führung die Reise nach Brandenburg antreten zu können.”

Wegen Verstoßes gegen die Lizenzauflagen war KW-Bestensee mit einer Vier-Punkte-Hypothek in die Saison gegangen. Doch die Mannschaft von Trainer Mirko Culic ließ sich davon nicht beirren und fuhr die Punkte vor allem gegen die Konkurrenten im Tabellenkeller ein. „Wenn man in einer solchen Ausnahmesituation wie den Pre-Play-offs überhaupt davon sprechen kann, kann man sagen, die Rottenburger liegen uns”, sagt Zuspieler Manuel Rieke. In den Hauptrundenspielen habe es sein Team verstanden, den TVR vor allem mit starken Aufgaben unter Druck zu setzen und so dessen Spielaufbau einzuschränken. „Aber diese Duelle haben viel mit dem Kopf zu tun. Da muss man sehen, ob wir das wieder umsetzen können”, sagt Rieke. Auch weil einige Spieler angeschlagen sind, reisen die Gäste nur verhalten optimistisch ins Schwabenland.

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