Am Ende waren sie sehr lange unterwegs die Erstligavolleyballer von Chemie Volley Mitteldeutschland. Gelohnt aber hat sich die Vorbereitungsreise nach Polen. „Wir waren durch die langen Fahrten gewissermaßen gezwungen uns bestens kennenzulernen.“ Erzählt Cheftrainer Michael Mücke und Teamchef Peter Kurzawa fügt hinzu „Ob man jetzt im Kanu sitzt, im Hochseilgarten hängt oder eben drei Etappen in Polen mit Kleinbussen bereist, ist letztlich völlig egal.

Die Jungs haben sich als Team gefunden.“ Ein angenehmer und auch erwünschter Nebeneffekt. Wichtig waren natürlich auch die Eindrücke aus den Vorbereitungspartien. Das erste Ziel der Piraten war die polnische Hauptstadt und hier gab es direkt den ersten Sieg. „Mit 3:0 fiel die Geschichte überraschend deutlich aus.“ Sagt Mittelblocker Christian Langer „Im Prinzip sind wir vom Bus aus direkt in die Halle gegangen aber jeder hat sich voll reingehängt.“ Speziell die Annahme war herausragend in diesem Spiel. Mit Libero Tomas Knebelkamp, Jiri Stolfa und Mark Siebeck scheint Michael Mücke seine Achse schon gefunden zu haben.

Sorgte in Warschau Christoph Helbig von der Diagonalposition noch für reichlich spektakuläre Punkte, so gab es auf der zweiten Etappe in Olztyn am Samstag zu wenig Druck vom Hauptangreifer. Auch die Annahme war nicht mehr so stabil – Olztyn allerdings servierte in einigen Phasen des Spiels auch hervorragend. Michael Mücke wechselte und versuchte so einiges, die 0:3 Niederlage gegen das polnische Spitzenteam aber konnte er nicht verhindern. Schade vor allem für Mark Siebeck, der 2 Jahre für den Club in der polnischen Eliteliga ans Netz ging. Da beide Trainer einen vierten Satz vereinbart hatten, um auch allen Bankspielern Praxis zu verschaffen, gab es zumindest noch einen Teilerfolg für die Piraten vor der Abreise nach Bydgoszcz. Auch beim Vorjahressechsten der polnischen Liga reichte es nicht zu einem Sieg. 1:3 am Ende das Ergebnis und die Erkenntnis, dass noch ein bisschen Arbeit auf die Piraten wartet. Obwohl hinzuzufügen ist, das CV Mitteldeutschland in Bydgoszcz ohne Christian Langer und Mark Siebeck antrat. Beide reisten bereits am Samstag wegen beruflicher Verpflichtungen zurück nach Deutschland. Der große Rest der Mannschaft machte sich am frühen Sonntag Abend auf den langen Heimweg.