DELITZSCH/MZ/BLY. "Wir hätten schon gern im Finale gestanden", sagte Michael Mücke am Sonntag in der Delitzscher Artur-Becker-Halle auf dem harten Holzrang sitzend. Denn sein Team, die Chemie-Volleys Spergau / Leuna, war zwar kurz zuvor gegen den Zweitlisten und Hausherren Gymnasialer Sportverein Ehrenberg mit 2:0-Sätzen (25:21, 25:21) im Spiel um Platz drei beim 2. Ur-Krostitzer-Cup erfolgreich. Der Einzug ins Finale beim zweitägigen Turnier blieb den Spergauern allerdings verwehrt.

"Die Tschechen waren wie eine Gummiwand", beschrieb Mücke den Gegner aus Prag, "jeder Ball, den du nicht mit Brachialgewalt auf den Hallenboden setzt, kommt zurück". Prompt wurde die Aussage des ehemaligen Markranstädter und Leipziger Trainers auf dem Feld bestätigt. Denn auch die Bühler Erstligavertretung musste sich heftig gegen die "Gummimänner" wehren, siegte aber 25:19 und 26:24 und sicherte sich den Pott. Die Piraten scheiterten am Sonnabend nach drei Vorrundenspielen mit 24:26-Punkten und 23:25-Punkten denkbar knapp an CZU Prag. "Auf der Grundlage der bisherigen Vorbereitung bin ich mit der Mannschaft zufrieden", zog Mücke sein Resümee.

Bei den Chemie-Volleys wurde munter durchgewechselt. Während jeder Spieler Einsatzzeiten bekam, notierte der CV-Coach munter die Bewegungen seiner Spieler. "Solche Turniere zeigen, woran noch gearbeitet werden muss", beschrieb Mücke. Etwa im taktischen Bereich, der Block-Feld-Abwehr und der Sicherung machte er Ansatzpunkte aus. Dabei fügten sich die Neuzugänge gut ins Spergauer System ein. Tomas Knebelkamp entschärfte Aufschlaggranaten ebenso wie taumelnde Flatterbälle. "Artur Augustyn hat einen sehr guten Job gemacht, in der Mitte viele Blockpunkte gesammelt", lobte Mücke, "auch Mark Siebeck hilft mit seiner Erfahrung dem Team ungemein." Als Trumpf soll sich in der kommenden Saison der Riese im Zuspiel, Sebastian Kühner, erweisen, prognostizierte der Taktikfuchs und beobachtete das finale Treiben auf dem Feld.