Im vorletzten Auswärtsspiel der Hauptrunde am Samstag, 05.03.2015 verloren die Piraten gegen die SVG Lüneburg mit 3:2 (25:19, 25:19, 21:25, 17:25, 15:9). 

Wenn der zehnte beim fünften Tabellenplatz zu Gast ist und der Gastgeber seinerseits bereits den Rekordmeister Friedrichshafen geschlagen hat, könnte man denken: Das wird eine klare Sache! Und anfänglich stellte sich das Duell zwischen der SVG Lüneburg und den Pirates in der Gellersenhalle auch so dar. Denn in den ersten beiden Sätzen dominierten die Niedersachsen das Match mit guten Angriffen, cleveren Spielzügen und nutzten die hohe Eigenfehlerquote der Piraten zum Punktgewinn (25:19, 25:19).

Doch nach der Zehn-Minuten-Pause wendete sich das Blatt. Chefcoach Ulf Quell schien in der Pause die richtigen Worte gefunden zu haben, denn Satz drei und vier entschieden die Gäste aus Spergau klar für sich. Aber nicht nur die Ansprache des Trainers hatte den Kampfgeist der Chemie Volleys geweckt. Auch die drei Karten (1 gelb, 2 rot), die von der ersten Schiedsrichterin an die Gäste verteilt wurden, ließen dem gesamten Team Flügel wachsen. Die Attacken von Gion (#5), Sormaz (#8), Polanski (#6) und Lech (#11) fanden immer wieder die Lücken, der Block stand unbezwingbar und die „Lünehünen“ gaben mit ihren eigenen Fehlern zusätzlich Punkte an die Gäste ab. Mit 25:21 und 25:17 holten sich die Piraten den Ausgleich und forderten den Tiebreak.

Piraten-Kapitän Augustyn wählte für den Entscheidungssatz die Annahme, um gleich mit einem Sideout in Führung zu gehen. Doch Lüneburgs Kevorken (#3) machte diesem Plan einen Strich durch die Rechnung. Mit fünf aufeinanderfolgenden Assen brachte er die SVG 5:0 in Führung, ein Rückstand, den die Mitteldeutschen trotz einer sehr guten Teamleistung bis zum Ende nicht mehr aufholen konnten (15:9).

MVPs: Ramon Martinez Gion (CVM, silber), Scott Kevorken (Lüneburg, gold)

Die Pirates belegen mit 13 Punkten erneut den letzten Tabellenplatz, da die Abstiegskonkurrenten NETZHOPPERS und Rottenburg ihre Aufgaben an diesem Wochenende erfolgreicher meistern konnten. Die letzten beiden Spiele entscheiden nun, wie es für die Spergauer weitergeht. Am Mittwoch, 09.03.2016 empfangen sie den TV Ingersoll Bühl in der Jahrhunderthalle, am Samstag, 12.03.2016 geht’s an den Ammersee nach Herrsching. 

Sonntag, 06.03.2016, 09:00 Uhr
Autor: Sandy Penno