Der Samstagabend war für 688 Zuschauer in der Festung Spergau so spannend wie schon lange nicht mehr. Die BERLIN RECYCLING Volleys waren zu Gast in Mitteldeutschland und mussten ihre weiße Weste unerwartet schwer verteidigen. Dennoch verließen die Zugereisten mit einem klaren 0:3 (15:25, 21:25, 24:26) die Jahrhunderthalle.

Den verhaltenen Start der Piraten nutzen die Berliner aus. Nach lediglich 22 Minuten gingen sie mit 1:0 nach Sätzen in Führung (15:25). Die Ansage von CVM-Coach Ulf Quell vor dem Spiel „Wir haben nichts zu verlieren“ war anscheinend noch nicht ganz in den Köpfen seiner Schützlinge manifestiert. Doch die Satzpause tat den Mitteldeutschen gut. Mit neuem Elan und einer mächtigen Portion Kampfgeist betraten sie erneut die Spielfläche. Diese Einstellung wurde mit Erfolg gekrönt. Bis zur zweiten technischen Auszeit ließen sie die Berliner im Hintertreffen (8:4, 16:15). Erst eine Aufschlagserie des Berliner Mittelblockers Tomas Kmet (#14) brachte die Hauptstädter mit drei Punkten in Führung. Diesen Rückstand holten die CVM-Jungs nicht mehr ein (21:25).

Trotz des Satzverlustes wurde den Chemie Volleys eines klar: Es ist möglich. Mit dieser Erkenntnis nahmen sie ihr Herz in beide Hände. Mit platzierten Aufschlägen, starken Abwehraktionen und einem glücklichen Händchen im Angriff boten sie dem angereisten Favoriten die Stirn (8:7, 14:13). Beim Stand von 23:23 war der Satzgewinn für die Gastgeber schon zum Greifen nahe. Doch die Berliner gaben das Zepter nicht aus der Hand. Wenngleich der erste Satzball der Gäste noch abgewehrt werden konnte, verließ die Piraten am Ende das Glück. Unglücklich blieb ein Leger von Timo Schlag (#10) an der Netzkante hängen und brachte den Matchsieg für die Hauptstädter (24:26).

MVPs: Tsimafei Zhukouski (BRV, gold), Ugo Buzzelli (CVM, silber)

Die Piraten bleiben damit auf Platz 11 der Tabelle. Sie hoffen nun, in den folgenden beiden Heimspielen am 12.12.2015 gegen die SVG Lüneburg sowie am 19.12.2015 gegen die UNITED VOLLEYS punkten zu können. 

Sonntag, 06.12.2015, 17:00 Uhr
Autor: Sandy Penno