Er haderte mit sich selbst. Das Angebot des Chemie Volley Mitteldeutschland stand seit einiger Zeit im Raum, aber Kapitän Florian Völker war sich seiner Zukunft selbst nicht ganz sicher. Bis gestern, als er dem Management seine Entscheidung bekannt gab.

„Ich werde meine Karriere als Profi-Volleyballer beenden“, ließ er verlauten. „Es kribbelt nicht mehr. Und die Rolle, die mir zukünftig in der Mannschaft des CVM zugedacht war, sehe ich nicht für mich.“ Völker spricht damit die Neuorientierung von Cheftrainer Ulf Quell an, der entgegen der vergangenen Jahre nicht mehr nur auf junge Nachwuchstalente baut, sondern für die kommende Saison auf ältere und erfahrener Spieler setzt.

„Florians Entscheidung kam für mich überraschend und ist dennoch nachvollziehbar. Ich wünsche ihm viel Erfolg auf seinem zukünftigen Weg“, kommentiert Quell die Entscheidung. „Es ist immer schmerzlich, wenn ein Kapitän geht. Das hinterlässt eine Lücke im Team. Aber das Leben wird weiter gehen.“

Der 24-jährige Völker wird dem Volleyball aber nicht abschwören, ganz im Gegenteil. Vielmehr sucht er seine neue Herausforderung als Volleyball-Trainer. Daran hat er bereits in der Vergangenheit neben dem Spielerdasein gearbeitet. Beispielsweise verhalf er der Damenmannschaft des SV Braunsbedra zum Landesmeistertitel Sachsen-Anhalts und zum Aufstieg in die Regionalliga, betreute Beachvolleyball-Teams auf der World Tour und nahm als Co-Trainer an Workshops der Juniorinnen-Nationalmannschaft teil.

„Ich habe mein Herzblut für den Trainerjob entdeckt“ sagt er mit spürbarer Begeisterung in der Stimme. Noch ist nicht klar, wohin es ihn in der kommenden Saison verschlagen wird.  Klar ist, dass er für mindestens eine Saison weiterhin in Braunsbedra an der Linie stehen wird. Was sich darüber hinaus noch ergibt, wird sich zeigen.

Der Verein, die Mitglieder und Fans wünschen Florian alles Gute und viel Erfolg auf seinem neuen Weg!

Mittwoch, 08.07.2015, 11:30 Uhr