Der zehnte Pirat der Spergauer ist der erste Deutsche im Kader. Mit Timo Schlag ist die Annahme-Außen-Position nun komplett.

Der gebürtige Flörsheimer (Hessen) kämpfte in der vergangenen Saison noch auf der anderen Spielfeldhälfte für den VC Olympia Berlin gegen die Piraten. Dass er seine Aufgabe dort gut machte, bewies er unter anderem durch seine Nominierung zum MVP (Most Valuable Player) im Spiel gegen die Mitteldeutschen. Nach Abschluss der VCO-Saison Ende Februar 2015 nutzte er bereits die Gelegenheit, bei Chefcoach Ulf Quell mit zu trainieren und sich zu empfehlen.

„Timo ist ein unglaublich engagierter Spieler. Er gehört vielleicht noch nicht zu den Topathleten aus seinem Jahrgang, aber er hat das Potenzial und den Willen dazu. Er ist immer hundertprozentig motiviert und gibt nicht so schnell auf. Da stimmt die Einstellung und ich freue mich auf die Arbeit mit ihm“, kommentiert Quell seine Neuverpflichtung.

Schlag, der im Volleyballinternat in Frankfurt von 2011 bis 2014 als Mittelblocker und Diagonalangreifer agiert hat, wechselte 2014 zum VC Olympia Berlin auf die Annahme-Außen-Position. Damit kann er nach Ansicht des Cheftrainers „auf verschiedenen Positionen Druck machen“, wird aber zum Start der Piraten-Saison auf der Vier starten. Seine Position im Team muss sich der 20-Jährige noch erarbeiten und sich gegen die Mitkonkurrenten Martinez Gion (NL), Sormaz (BIH) und Gorski (PL) behaupten.

Manager Rick Wiedersberg  hält sich mit seiner Prognose zum aktuellen Kader noch in der Defensive. „Im vergangenen Jahr hatten wir ein Team vieler Individualisten. Aber es muss als Mannschaft passen, nur so gewinnt oder verliert man. Das Team muss sich finden und zusammenarbeiten. In der kommenden Saison wird es zudem nicht gerade einfacher. Die Aufsteiger rüsten stark auf, bringen Power und finanziellen Background mit. Aber realistisch betrachtet ist es nicht entscheidend, ob 1 oder 2 Millionen Euro im Raum stehen, sondern was passiert, wenn der Schiedsrichter anpfeift.“

Herzlich Willkommen im Team der Piraten, Timo!

Unterdessen strecken die Mitteldeutschen weiterhin ihre Fühler nach einem neuen Co-Trainer aus. Seit dem Entschluss von Jan Kahlenbach, sich nach Frankfurt zu orientieren, gab es Gespräche mit drei potentiellen Kandidaten. Doch die Besetzung ist nicht einfach, denn der Neue soll nicht nur Quell assistieren, er muss parallel als Cheftrainer der Regionalliga-Mannschaft tätig sein und die Jugend-mannschaften mit unterstützen. „Spieler zu finden ist definitiv einfacher“, kommentiert Wiedersberg. „Bei einem Trainer muss es in nahezu allen Facetten passen – menschlich, aufgabentechnisch und  unternehmerisch. Er wird tief in die Vereinsmaterie eingebunden. Das bedeutet eine hohe Belastung und so jemanden gilt es erst einmal zu finden.“

Die Chemie Volleys betrachten die Suche dennoch optimistisch, zumal die Verhandlungen mit einem Kandidaten bereits konkretisiert wurden. Ziel ist es, dass der Kompagnon von Ulf Quell zum  Trainingsauftakt am 17.08.2015 sein Debüt gibt.

Dienstag, 21.07.2015, 11:45 Uhr