Mit tosendem Applaus verabschieden sich die Piraten aus der Saison 2014/2015. Beim Playoff-Viertel-Final Rückspiel verlieren sie mit 3:0 gegen den VfB Friedrichshafen (16:25, 23:25, 16:25) und überlassen damit den weiteren Kampf um den Titel „Deutscher Meister“ den Gästen vom Bodensee.

Dabei haben sie sich wirklich gut verkauft. Noch im ersten Satz wirkten die Piraten etwas verunsichert, hatten – wie bereits beim Hinspiel – etwas größere Schwierigkeiten mit den druckvollen Aufschlägen und Angriffen der Häfler.

Doch das Blatt wendete sich im zweiten Durchgang. Als hätten sie sich in der Satzpause „volle Kraft voraus“ geschworen, fuhren sie nun die eigenen Geschütze auf und brachten damit die Gäste aus dem Konzept. Großartiger Volleyball stand auf dem Programm, der die Zuschauer zum Jubeln brachte. Nahezu alles funktionierte bei den Piraten und es war ein gnadenloses Kopf-an-Kopf-Rennen beider Teams (8:8, 12:12). Zwischenzeitlich konnten sich die Mitteldeutschen sogar mit 3 Punkten absetzen (17:14) und der Satzgewinn rückte in greifbare Nähe (23:23). Doch letztlich behielten die Jungs von Stelian Moculescu die Oberhand und verwandelten gleich den ersten Satzball (23:25).

Die Satzpause nutzten die Häfler, sich wieder auf ihre Fähigkeiten zu fokussieren und setzten die Gastgeber von Anfang an mit cleveren Spielzügen unter Druck. Doch die Chemie Volleys verkauften sich dennoch gut, kämpften um jeden Ball und doch hat es am Ende nur zum 16:25 gereicht.

„Friedrichshafen hat von Anfang an nicht viel zugelassen. Im zweiten Satz hatten aber auch sie Probleme. Wir haben gut aufgeschlagen, dazu kamen noch 2 bis 3 individuelle Fehler. So hatten wir durchaus die Chance, den Satz für uns zu entscheiden. Diese Möglichkeit bekommt man nicht so oft und müsste man nutzen. Aber das bedeutet, Arbeit an den Details“, kommentiert Ulf Quell.

Zur Frage nach dem Fazit der Chefcoach: „Wir haben die Zielstellung Playoffs grundsätzlich erfüllt. Trotzdem war der Weg schwer und jeder hätte sich gewünscht, dass es einfacher werden würde. Bereits im letzten Jahr spielten wir zum Ende der Saison unseren besten Volleyball, sind als nahezu Schlechtester über die Pre-Playoffs weiter gekommen und kämpften uns in die nächste Runde. Ich wünsche mir für die nächste Saison, dass wir unser Können eher auspacken und den direkten Einzug in die Playoffs schaffen.“

MVPs: Jan Krol (silber, CVM), Maximiliano Gauna (gold, Friedrichshafen)

Samstag, 21.03.2015, 22:20 Uhr