Geschafft und erleichtert: Die Pirates segeln in die Playoffs

Beim zweiten Pre-Playoff Spiel des Chemie Volley Mitteldeutschland gegen den TSV Herrsching ging es hart her. Dabei mussten die Gäste aus Bayern nicht nur Nasenbluten, Abschuss und Verletzung einstecken. Auch die Chance auf die Playoffs vergaben sie an die Mitteldeutschen mit 3:1 (25:22, 25:27, 25:21, 25:20).

Wie schon im Hinspiel begannen die Piraten von vornherein mit einem äußerst konzentrierten Spiel und führten bereits nach kurzer Zeit (8:5, 16:11). Insbesondere mit den Flatteraufschlägen der Gastgeber schien Herrschings Annahme ihre Schwierigkeiten zu haben. Immer wieder strauchelte diese und Zuspieler Tobias Neumann (#9) hatte so seine Mühe, die Bälle für einen effektiven Angriff gut zu verwerten.  CVM-Mittelblocker Dejan Skocic (#2) haute am Ende noch einmal richtig drauf und entschied den Satz zu Gunsten der Spergauer (25:22).

Im zweiten Durchgang lief es wesentlich runder im Herrschinger Spiel. Im Schlagabtausch mit den Piraten kämpften sie um jeden Punkt. Wo die erste technische Auszeit noch an die Gastgeber ging (8:7), lagen die Bayern bei der Zweiten einen Punkt vorn (15:16). Den ersten Satzball für die Piraten vereitelte GCDWs Roy Friedrich (#15) und schaffte den Ausgleich. Auch der zweite fand nicht das erwünschte Ziel. Als beim 25:25 Herrschings Libero vergaß, in der Rotation zu wechseln und dies ohne Beachtung der Schiedsrichter erst nach dem Serviceanpfiff tat, war die Aufregung auf der Trainerbank des CVM groß. Die Diskussion von Schott (#7) mündete in einer gelben Karte. Mit 25:26 hatten die Bayern nun die Chance zum Satzgewinn und machten diesen perfekt (25:27).

Im dritten Satz hatten sich die Gemüter der Piraten wieder beruhigt. Voller Selbstbewusstsein und Kampfgeist betraten sie den Court. Wieder einmal dominierten sie von Anbeginn. Mit 8:4 und 16:9 führten die Mitteldeutschen in den technischen Auszeiten. Doch die Herrschinger steckten den Kopf nicht in den Sand, nahmen die Verfolgung auf und zwangen Cheftrainer Ulf Quell dazu, seinen Schützlingen in 2 Auszeiten den Kopf zu waschen (16:12, 20:19). Dies zeigte die gewünschte Wirkung. Die Chemie Volleys griffen wieder an und erkämpften sich den ersten Satzball (24:21), bei welchem sich GCDW Libero Sebastian Prüsener (#18) leider am Finger verletzte und nicht weiter spielen konnte. Für ihn kam Benedikt Doranth (#1) ins Spiel, der den Satzgewinn für die Mitteldeutschen aber nicht mehr aufhalten konnte (25:21).

Herrsching war noch nicht bereit, das Match an die Gastgeber abzugeben. Das bewiesen sie im Folgedurchgang, in welchem sie mit guten Angriffsaktionen die Unachtsamkeit der Pirates ausnutzten und in Führung gingen (2:5, 7:8). CVM-Trainer Quell nutzte die technische Auszeit, um seine Jungs wieder in die Spur zu bringen, was abermals fruchtete und den Führungswechsel einbrachte (16:12). Von da an konnten die Gäste das Unvermeidliche nicht mehr abwenden. Die Pirates gaben den Vorsprung nicht mehr her, machten mit 25:20 den Matchgewinn und damit auch den ersehnten Einzug in die Playoffs perfekt.

In den Playoffs warten nun der VfB Friedrichshafen oder die BR Volleys, abhängig vom Ausgang der Pre-Playoff Paarung NETZHOPPERS Bestensee vs. VSG Coburg/Grub. Hier hatten die Brandenburger bereits das erste Match für sich entschieden und treten heute Abend den zweiten Durchgang gegen die Bayern an.

Der Chemie Volleys wünschen Sebastian Prüsener alles Gute und eine schnelle Genesung.

MVPs: Michael Amoroso (MVP gold, CVM), Julius Höfer (MVP silber, Herrsching)

Sonntag, 08.03.2015, 13:00 Uhr