Dass die Piraten im Duell gegen den Deutschen Meister, die BERLIN RECYCLING Volleys, voraussichtlich den Kürzeren ziehen, war zu erwarten. Allerdings sah es im dritten Durchgang kurzfristig nach mehr aus. Leider konnten die Mitteldeutschen einmal mehr ab Satzmitte nicht konsequent ihre Leistung abrufen und verloren das Match am Ende mit 3:0 (18:25, 14:25, 19:25).

Vor ungewohnter Kulisse und 1.397 Zuschauern gaben sich die Hauptstädter und die Chemie Volleys in der Anhalt-Arena Dessau die Ehre. Von Beginn an dominierten die Gäste den Court, setzten die jungen Piraten mit präzisen Aufschlägen unter Druck und brachten sowohl Annahme und Angriff ins deutlich ins Wanken. Bereits nach kurzer Zeit liefen sie Gastgeber einem Rückstand hinterher, den sie bis zum Ende nicht mehr ausgleichen konnten.

Im zweiten Anlauf zeichnete sich die Überlegenheit der Berliner noch deutlicher ab. Auch wenn es den Piraten anfänglich gelang, im Schlagabtausch mit den Berlinern Punkte zu generieren (6:6), schienen sie ab Satzmitte kein Mittel gegen den gegnerischen Block und Angriff zu finden und gaben auch diesen Durchgang mit 14:25 an die Berliner ab.

Doch noch war nichts verloren. Nach der Satzpause und dem eindringlichen Appell von Cheftrainer Ulf Quell setzten sich die Mitteldeutschen wesentlich deutlicher zur Wehr und führten sogar bis zur Mitte des dritten Durchgangs (8:6, 12:8). Doch eine starke Aufschlagserie der Berliner ließ diesen Vorsprung binnen Minuten schmelzen. Fehler in der eigenen Annahme und Angriffe, die den gegnerischen Block nicht bezwingen konnten, führten letztendlich erneut zum Satzverlust und zum Sieg der Gäste mit 3:0.

Das Statement von Cheftrainer Ulf Quell: „Berlin hat sich erwartungsgemäß sehr gut präsentiert. Sie sind mit der besten Line Up ins Spiel gegangen, haben nichts anbrennen lassen und wir haben es mit Gegenzug nicht geschafft, sie unter Druck zu setzen – weder im Aufschlag noch im Angriff. Hinzu kamen auch noch zu viele Eigenfehler, woraus dieses bedauerliche, aber gerechte Ergebnis resultierte.“

MVPs: Ruben Schott (CVM, silber), Paul Carroll (BRV, gold)

Donnerstag, 15.01.2015, 09:30 Uhr