Das Pokalviertelfinale zwischen den SWD powervolleys Düren und den Pirates wird wohl noch eine Weile schwer im Magen der Mitteldeutschen liegen. Nachdem sie bereits mit 2:0 zurücklagen, wuchsen diese noch einmal über sich hinaus, gewannen den dritten Satz und auch der Vierte hätte – eigentlich – mit der 11-Punkte-Führung nur noch den Satzausgleich und den Einzug in den Tie Break zur Folge haben müssen. Doch es sollte anders kommen, als erwartet:

Wie bereits in diversen vorangegangenen Spielen begannen die Piraten auch diesmal mit sehr guten und cleveren Spielzügen und konnten sich somit vor Dürener Kulisse schnell einen Vorsprung von 4 Punkten erarbeiten. Zur ersten technischen Auszeit stand es 4:8. Doch die Gastgeber ließen sich nicht beirren und brachten sich durch eine Aufschlagserie von Zachrich wieder zurück ins Match (11:11). Jetzt übernahmen die Dürener die Führung und brachten den ersten Satz mit 25:21 nach Hause.

Im zweiten Durchgang konnten die Piraten dem Dürener Aufschlag und Block kaum etwas entgegen setzen. Vor allem Sebastian Gevert machte es ihnen verdammt schwer. Immer wieder wurden Annahmen dem Gegner geschenkt, die von ihnen dankbar in Punkte verwandelt wurden. Auch am Dürener Block schien es kein Vorbeikommen zu geben. Am Ende meldete die Score-Anzeige einen fatalen 10-Punkte-Rückstand der Piraten bei 25:15.

Die Partie schien bereits an die Dürener abgegeben. Niemand hätte erwartet, dass es nochmal ein solch nervenaufreibender Krimi werden würde. Die Piraten rissen sich zusammen, kämpften wie die Löwen. Auch wenn sie zwischenzeitlich bereits mit 4 Punkten zurücklagen, machten sie es den Dürenern gleich und gaben nie auf. Die Belohnung dieser Nervenstärke lautete Satzgewinn mit 26:28 für die Mitteldeutschen.

Nun folgte der kuriose vierte Satz, der sich kaum in Worte fassen lässt. Die Piraten übernahmen von Anfang an das Zepter, erspielten sich eine horrende Führung von 11 Punkten (7:18). Jeder Zuschauer der Arena rechnete bereits mit dem Tie Break, was bei diesem Spielstand verständlich ist. Doch dazu kam es leider nicht. Chefcoach Mücke wechselte Diagonalangreifer Gevert und Zuspieler Kocian ein und bewies damit wie bereits in den ersten beiden Sätzen einen taktisch cleveren Spielzug. Denn diese beiden übernahmen fortan das Match, ließen keinen Zweifel daran, dass sie gut und gerne auf einen fünften Satz verzichten wollen. Ab diesem Zeitpunkt schien den Dürenern alles zu gelingen und die Fehlerquote auf Seiten der Mitteldeutschen nahm kein Ende. Beim Stand von 23:23 war wieder alles offen. Trotz beherztem Einsatz und der Abwehr von 6 Satzbällen mussten sich die Piraten am Ende doch 31:29 geschlagen geben.

Gefolgt wurde dieses bittere Ergebnis von einer Spielerverletzung in den Reihen der Piraten: Im vorletzten Ballwechsel verletzte sich Yannick Harms (#3) schwer am linken Sprunggelenk und fällt damit wohl bis Mitte Januar für die Mitteldeutschen aus.

Wir wünschen Yannick von ganzem Herzen gute und schnelle Genesung!

MVPs: Jan Król (silber, CVM #6), Sebastian Gevert (gold, Düren #13)

Donnerstag, 11.12.2014, 15:15 Uhr