In der vergangenen Saison fochten beide Teams zuletzt in den Pre-Play-Offs miteinander. Das Duell entschieden die Piraten damals mit 3:1 und 3:0 klar für sich. Nun stehen sich beide Mannschaften am zweiten Spieltag der neuen Saison erneut gegenüber, unter neuen Vorzeichen und mit veränderten Gesichtern. Sowohl Coburg/Grub als auch der CVM waren über den Sommer recht aktiv auf dem Transfermarkt und verfolgten dabei eine teilweise ähnliche Strategie: junge, entwicklungsfähige Talente mit Potenzial an sich zu binden.
 
Im ersten Duell der Saison wird sich zeigen, wer damit besser fährt.
CVM-Trainer Ulf Quell zeigt durchaus Respekt vor der Stärke des Gegners. "Coburg/Grub hat ein paar junge, dynamische Kräfte und dazu ein paar erfahrene Spieler. Das macht die VSG durchaus gefährlich", meint er. Allerdings: sein Team ist ähnlich strukturiert, nur etwas jünger noch als die Gäste. "Nach dem VCO Berlin stellen wir den zweitjüngsten Annahmeriegel der Liga. Da ist klar, dass noch nicht alles auf Anhieb klappen kann."
Der CVM seinerseits möchte natürlich trotzdem nach dem missglückten Start beim Aufsteiger Lüneburg nun im ersten Heimspiel den ersten Saisonsieg einfahren. "Mit einem begeisternden Publikum im Rücken wird uns das auch gelingen. Coburg/Grub ist eine Mannschaft, die wir mit Hilfe der Zuschauer besiegen können", glaubt Quell an die Stärken der eigenen Mannschaft und wünscht sich dazu eine "Festung Spergau", also eine bestens gefüllte Jahrhunderthalle mit vielen CVM-Fans. Das Erfolgsrezept für seine Mannschaft für das erste Heimspiel ist einfach. "Uns dürfen nicht so viele Fehler unterlaufen und wir müssen selbst mehr Druck erzeugen. Und wir dürfen nicht aufgeben", sagt er. Quell hat in Lüneburg trotz der Niederlage gute Ansätze und ebenso Phasen mit gutem Volleyball seiner Mannschaft gesehen. Nun gilt es, meint er, diese Phasen weiter zu verlängern und mehr Konstanz in die eigenen Aktionen zu bringen. 
Personell hat er alle Spieler zur Verfügung außer Zuspieler Jannis Hopt, der ausreichend Zeit bekommt, um seine noch in Friedrichshafen zugezogene Knieverletzung auszukurieren. Ob an seiner Stelle der Amerikaner BJ Boldog als zweiter Zuspieler neben Kapitän Florian Völker auflaufen wird, entscheidet sich erst kurz vor dem Spiel. Bei den bisherigen Trainingseinheiten und auch beim mit 3:1 gewonnenen Testspiel am Mittwochabend gegen Königs Wusterhausen wusste der 23-Jährige US-Boy bereits zur überzeugen. Das konnte auch der ebenfalls erst kürzlich verpflichteten Diagonale Jan Król aus Polen, der erst wenige Tage vor dem Saisonstart zum CVM stieß. Ohne Konsequenzen bleibt vorerst die Rote Karte, die sich Mittelblocker Artur Augustyn in Lüneburg wegen Meckerns im vierten Satz eingehandelt hatte.