Jairo Hooi - 13 Angriffs- + 7 Blockpunkte Artur Augustyn - 4 Asse + 7 Angriffspunkte

Wie nicht anders zu erwarten war das erste Match um den Einzug in die PlayOff-Runde eng und von recht großer Nervosität von beiden Seiten geprägt. Letztlich war aber für den verdienten 3:1 (25:23, 19:25, 26:24, 25:21)-Erfolg entscheidend, dass die Piraten ihre wichtigsten Waffen in den entscheidenden Phasen erfolgreich einsetzen konnten. Allen voran die Routiniers Jairo Hooi – MVP des Abend und Artur Augustyn – Einheizer und emotionaler Leader der Mitteldeutschen. Augustyn machte über die gesamte Spieldistanz enorm Druck im Aufschlag servierte vier Asse und bereitete den Oberfranken einiges Kopfweh und Hooi zerlegte bei jeder sich bietenden Gelegenheit die Coburger Block/Feldabwehr­kombination in ihre Einzelteile. Zu seinen 13 Angriffstreffern fügte der Holländer noch eben sieben Blockpunkte hinzu und avisierte so zum mit Abstand erfolgreichsten Spieler der Mitteldeutschen an diesem Abend.

Doch zwei Crewmitglieder sind eben nicht genug, um allein ein kampfbetontes K.O.-Spiel zu gewinnen. Die Hauptlast der Offensivabteilung liegt normalerweise beim Diagonalangreifer Joren Zeeman – zweitbester Punktesammler der gesamten Liga – doch der Kanadier hatte nicht seinen besten Tag erwischt, blieb wiederholt im Block hängen und wurde schließlich in Satz drei von Casper Munk ersetzt. Eine wichtige und richtige Manöverentscheidung von Chefpirat, Ulf Quell, wie sich letztlich herausstellen sollte. Der lange Zeit von Rückenbeschwerden geplagte Munk sorgte mit mutigen und variablen Angriffen für die wichtige Entlastung der Mittelleute und gab Zuspieler, Filip Palgut, endlich die Sicherheit immer eine Alternative für den Angriff zu haben. Munk war es dann auch, der in Durchgang drei zur entscheidenden Aufholjagt ansetzte, zumal die Piraten, wie auch schon in Durchgang eins den Start des Satzes völlig verschliefe. 1:5, 4:8 und später gar 8:13 hieß der Rückstand, doch von nun an verwandelten Munk, Hooi und Augustyn nahezu alles, was halbwegs vom Annahmeriegel Hefter, Trenkler – der für den noch nicht wieder ganz fitten Enrico Ehrhardt kam - und Halanda in der nähe des Zuspielers landete. Wichtig also, dass sich die gesamte Crew rechtzeitig in den engen Sätzen der Bedeutung einer Leistungssteigerung bewusst geworden ist.

Der richtige Kurs gen Achtelfinale ist also eingeschlagen. Ein Sieg fehlt noch, doch für diesen Sieg müssen die Piraten definitiv noch ein Novum schaffen - das erste Mal in fremder Halle zu gewinnen. Dafür gibt es am Mittwoch, 19.3 oder Samstag, 22.3. jeweils um 19:30 Uhr in der HUK Coburg Arena zwei dicke Chancen.