Es ist schon zum Verzweifeln, dass es den Piraten nicht gelingt, eine Partie auf Augenhöhe, in der man den Gegner teilweise an die Wand spielt (25:14 im 2. Satz) sicher nach Hause zu bringen. So recht weiß keiner, warum die Partie überhaupt verloren gehen konnte. Die Statistik der 1:3-Niederlage (23:25, 25:14, 22:25, 21:25) gegen Moers spricht eindeutig für die Spergauer. Allein 21 Blockpunkte standen am Ende zu Buche, eine sensationelle Quote, die allein fast einen Satzerfolg sicherte. Auch im Angriff trafen die Hausherren 47mal und erzielten damit vier Treffer mehr als Moers. Insgesamt landeten 42% aller Angriffsversuche im Feld bei Moers nur 36%. Lediglich beim Aufschlag leisteten sich die Gastgeber sechs Fehler mehr als der Gegner - doch hier scheint wohl der Knackpunkt der gegenwärtigen Spergauer Erfolgslosigkeit zu sein.

Der Zeitpunkt an dem diese vermeidbaren Fehler passieren ist jedes Mal denkbar ungünstig. In den ersten drei Sätzen marschierte die Piratenmeute stets mutig vornweg. Mit eine konstanten Beharrlichkeit führte man beim Passieren der Zwischenstände 8, 16 und 21 mit mindestens zwei bis drei Punkten. Selbst ein 21:18 im ersten Durchgang war nicht in der Lage, die Nerven soweit zu beruhigen, dass wenigstens der nächste Aufschlag die Netzkante oberhalb passieren konnte. Als ob die Spieler Danny Rubin´s Drehbuch zum Klassiker "Und täglich grüßt das Murmeltier" zu intensiv studiert hätten, wiederholt sich das Phänomen "Nervenflattern" von Spieltag zu Spieltag wie eine Zeitschleife. Immer wieder bringt man sich um den verdienten Lohn der harten Arbeit - und dies ist nicht der Unerfahrenheit oder dem jugendlichen Alter der Quell-Schützlinge zuzuordnen. Die Leichtsinnsfehler werden in allen Altersklassen und auf allen Spielpositionen produziert. Nun kann bemerkt werden: Fehler passieren halt beim Volleyball - unstrittig. Aber sind es eben die Fehler zu Unzeiten, die das Team, die Trainer und die Fans schier zum Verzweifeln bringen.

Für die Piraten wird es Zeit, das Jahr des "Murmeltiers" zu beenden und der Zeitschleife endlich zu entfliehen. Die nächsten Gelegenheiten dazu gibt es aber erst 2014 - am 11. Januar geht es nach Rottenburg und am 18. Januar kommt es dann zum fast schon legendären Mitteldeutschen Duell gegen den VC Dresden in heimischer Halle.